Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

Archive for September, 2015

Appell| „Erziehung nach Auschwitz“ und der Lehrberuf

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An die Kultusministerkonferenz, die Wissenschaftsministerien der Länder, das Bundeswissenschaftsministerium sowie alle Universitäten und Hochschulen in Deutschland

Warum die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit – den NS-Verbrechen, der NS-Ideologie und der NS-Pädagogik – ihren festen Platz im Studium der Erziehungswissenschaften haben sollte:

  1. 1.Moralische Prinzipien und eine demokratische Orientierung sind wesentlich für das Studium der Erziehungswissenschaften. Ob Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen – wer auch immer Erziehungswissenschaften studiert und später pädagogisch tätig sein wird, hat es mit Menschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu tun. Für die pädagogische Tätigkeit ist nicht nur spezielles Fachwissen eine grundlegende Voraussetzung, sondern gerade im Studium gilt es auch Grundfragen und Probleme des pädagogischen Berufes selbst auf den Prüfstand zu stellen, kritisch zu erörtern und zu diskutieren. Die Problematik und die Grenzen dieses Berufes wurden nirgends so deutlich wie in Theorie und Praxis der NS-Pädagogik, die ihren festen Anteil an der Verbreitung der NS-Ideologie und der Vorbereitung der mörderischen NS-Verbrechen hatte. Die Verwendung pädagogischer Techniken mit dem Ziel der ideologischen Indoktrination und einer grundlegenden Enthumanisierung gegenüber ausgegrenzten und auszugrenzenden Menschengruppen sind wichtige, extrem negative Beispiele, die sehr genau verdeutlichen können, warum eine humanistische und demokratische Pädagogik nötig ist und wo Manipulation und Indoktrination auch mit dem Einsatz moderner Techniken und wissenschaftlicher Forschung beginnen. „Erziehung nach Auschwitz“ ist daher eine vielseitige Aufgabe: Die Fähigkeit Nein zu sagen, nicht alles mitzumachen, aber eben auch Kenntnisse über die Vernichtungslager, die KZs, das NS-Mordprogramm und die mörderische NS-Ideologie sind, um nur zwei Aspekte knapp zu benennen, Grundlagen, die unverzichtbar sind.
  2. Die heutige Realität in Deutschland hat eine Geschichte. Ein historisches Bewusstsein über die NS-Verbrechen und ihre Dimensionen ist auch nötig, um Beziehungen zur Gegenwart zu verstehen. Das Wissen über die weltweit einmalige staatlich organisierte und technisch auf höchstem Niveau durchgeführte Ermordung der jüdischen Bevölkerung Europas und der Sinti und Roma – ob Säuglinge, Kinder, Erwachsene oder Greise, alle, derer die NS-Mörder habhaft werden konnten – oder über die Ermordung von zehntausenden als „unwertes Leben“ bezeichneten Menschen, die von Pädagoginnen und Pädagogen und Ärzten gemeldet wurden. Auch die Frage nach dem Einfluss der NS-Ideologie und des NS-Terrors auf die große Mehrheit der Bevölkerung, wie auch die nach dem Widerstand gegen das NS-Regime und der Zerschlagung der Organisationen der Arbeiterbewegung gehören dazu und sind strukturell entscheidend; Grundlegendes über all diese Bereiche kann und soll gerade von den Studierenden der Erziehungswissenschaften als Teil der Vorbereitung auf den Lehrberuf und die pädagogische Arbeit behandelt und gründlich durchdacht werden.
  3. Die Gesellschaft in Deutschland überhaupt und in den Schulen insbesondere ist der ständigen Herausforderung ausgesetzt, auf aktuelle antidemokratische und menschenfeindliche Aktionen angemessen zu reagieren. Damit sind nicht allein die auch an der NS-Ideologie orientierte organisierte Neonazi-Szene oder die teilweise mörderischen Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte gemeint. Kernelemente einer Ideologie der Ausgrenzung mit Anleihen bei der NS-Ideologie haben ein breiteres gesellschaftliches Fundament, so dass in wissenschaftlichen Studien zu rechtsextremistischen Einstellungen zu Recht von der „Mitte der Gesellschaft“ gesprochen wird. Diese Herausforderung anzunehmen, ist auch die Aufgabe der pädagogischen Berufe:
    Das Verständnis des gesellschaftlichen und historischen Kontextes ist dabei nicht nur für die Thematisierung inhaltlicher Fragen von Bedeutung, sondern betrifft – aktuell von besonderer Bedeutung – auch die Aufnahme geflüchteter Kinder und Jugendlicher in pädagogischen Einrichtungen. Aber nicht zuletzt geht es ganz allgemein darum, im pädagogischen Alltag Ausgrenzungen und Diskriminierungen zu verhindern, die oft auch in Schimpfworten und Beleidigungen ihren Ausdruck finden, die sich gerade gegen jene Gruppen richten, auf die das NS-Mordprogramm zielte. Dort, wo Bezeichnungen wie „Du Jude, Du Zigeuner, Du Behinderter“ in der Realität als Beleidigung verwendet werden, (und jeder in der pädagogischen Praxis stehende weiß, dass dies keinesfalls nur Einzelfälle sind), ist die Pädagogik gewiss auch mit dem Blick auf die NS-Zeit gefordert. Aber nicht nur dort: Überall, wo Mechanismen der Diskriminierung, Beleidigung und Ausgrenzung zum Tragen kommen, z.B. auch auf Grundlage von religiösen Zugehörigkeiten, hat der oder die gut gebildete im pädagogischen Bereich Tätige angemessen zu reagieren, sich in erster Linie auf die Seite der Diskriminierten zu stellen, aber auch mit pädagogischem Geschick die Situation insgesamt zu analysieren, zu bewerten und angemessen zu handeln und auch die eigene Rolle zu reflektieren.
  4. Es zeigt sich in der Praxis, dass die Studierenden der Erziehungswissenschaft ein sehr großes Interesse daran haben, sich mit all diesen Fragen als Teil der Vorbereitung auf ihren schwierigen pädagogischen Beruf auseinanderzusetzen. Seit 2009 wurde an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main durch umfassende Befragungen von Studierenden der Erziehungswissenschaft nachgewiesen, dass die viel zitierte Behauptung: „Wir können es nicht mehr hören“ für die aktuelle Generation von Studierenden keineswegs gilt. In Vorlesungen und Seminaren zur NS-Pädagogik mit Blick auf die NS-Ideologie und die NS-Verbrechen, die regelmäßig von 2009 bis 2015 evaluiert wurden, konnte gezeigt werden, wie groß das Interesse ist, aber auch, welche Wissenslücken existieren. Kritik wurde keineswegs an einer zu intensiven Auseinandersetzung, sondern vor allem an einer zu oberflächlichen Beschäftigung formuliert, insbesondere wenn diese Redundanzen aufwies. Gerade auch die Wirkungsweisen und Mechanismen der NS-Ideologie stoßen auf großes Interesse. Die Studierenden sollten daher Genaueres über die Vorgeschichte der NS-Ideologie und ihre Wirkung noch heute erfahren und diskutieren und Fragen des praktisch-pädagogischen Handelns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung erörtern. Nicht zuletzt aus den Rückmeldungen der Studierenden entstand so als Pilotprojekt der „Forschungsstelle NS-Pädagogik“ eine Konzeption für den gesamten erziehungswissenschaftlichen universitären Bereich mit Vorlesungen und Seminaren – angereichert auch durch eine Sammlung dreiminütiger Impuls-Videos zu einzelnen Themen und von Originaldokumenten der NS-Pädagogik und der NS-Indoktrination für die Analyse und Diskussion – die als Anregung für alle erziehungswissenschaftlichen Fakultäten an deutschen Universitäten und Hochschulen dienen kann.

„Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. Ich kann nicht verstehen, dass man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat. … Jede Debatte über Erziehungsideale ist nichtig und gleichgültig diesem einen gegenüber, dass Auschwitz nicht sich wiederhole.“
THEODOR W. ADORNO

Die Anregung, ja die Forderung an alle, für die Bildung von Lehrerinnen und Lehrern und die Bildung der Studierenden in anderen pädagogischen Berufen Verantwortlichen besteht darin, das Diktum von Adorno nicht als Schmuckstück, sondern als Anleitung zum Handeln in der Gegenwart zu verstehen. „Erziehung nach Auschwitz“ ist kein Spezialthema, sondern das bedeutet aus unserer Sicht konkret, dass die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen, der NS-Ideologie und der NS-Pädagogik einen festen Platz in den erziehungswissenschaftlichen Fakultäten aller Universitäten und Hochschulen in Deutschland haben muss. Die schon existierenden Ansätze müssen ausgebaut und sollten keinesfalls mit Berufung auf eine ominöse Praxisorientierung beschnitten oder verunmöglicht werden.

Prof. Dr. Micha Brumlik (Berlin)
apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer (Frankfurt am Main)

 

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September 29th, 2015 at 11:37 am

TAZ| Leere Hände, leere Debatte

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KOLUMNE VON MICHA BRUMLIK

Zwei Hände sind ausgestreckt und bereit zum Schütteln

Ready for Shake-off: So weit haben es Klöckner und der Imam nicht gebracht. Foto:  dpa

Vermeintlich Empörendes hatte die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner, eine bekennende evangelische Christin, mitzuteilen: Nach ihrer Ankündigung, ein von Muslimen belegtes Flüchtlingslager zu besuchen, habe der dort amtierende Imam mitteilen lassen, ihr aus religiösen Gründen nicht die Hand geben zu können – woraufhin Klöckner ihren Besuch absagte. Als diese Episode in einer Talkshow zum Besten gegeben wurde, berichtete die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Sylvia Löhrmann, ihr sei dasselbe mal mit einer Gruppe orthodoxer Juden geschehen.

Nach kurzem Schweigen erörterte die Talkrunde dann umso lebhafter die Frage, ob die Weigerung frommer Männer, Frauen die Hand zu geben, ein Indikator mangelnder Integrationswilligkeit sei. Damit wurde das Händeschütteln zwischen Männern und Frauen als Beweis dafür, die Werteordnung Deutschlands, ja das Grundgesetz anerkannt zu haben, inthronisiert. Das heißt jedoch umgekehrt: Männer, die sich aus religiösen wie auch immer verqueren Keuschheitsvorstellungen heraus weigern, Frauen die Hand zu geben, beweisen damit die deutsche Verfassung und ihr höchstes Prinzip, die „Würde des Menschen“ nicht achten zu wollen.

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September 29th, 2015 at 11:36 am

Bundestagspräsident Lammert eröffnet die Ausstellung „Israelis & Deutsche“

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Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19 Uhr
Paul-Löbe-Haus, Foyer

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren ist Anlass für eine Ausstellung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Sie würdigt die in diesem halben Jahrhundert gewachsene Vielfalt der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Dabei kommen vor allem die Menschen hinter den Schlagzeilen zu Wort, die durch ihren Einsatz neben den offiziellen diplomatischen Kooperationen zwischenmenschliche und oft freundschaftliche Verbindungen geschaffen haben. Die Ausstellung zeigt bewegende persönliche Geschichten, bisher unbekannte historische Fotografien und literarische Quellen.

Die Ausstellung wird von Bundestagspräsident Norbert Lammert in Anwesenheit des Botschafters des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, und des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., Reinhold Robbe, eröffnet. Bei der Eröffnungsveranstaltung spielt das deutsch-israelische Ensemble „Spring in the Negev – Friends in Music“, das aus Musikern der Philharmonie der Nationen und des Israel Sinfonietta besteht. Die Leitung übernimmt Justus Frantz und der Solist ist der berühmte Klarinettist Giora Feidman.

Israelis & Deutsche. Die Ausstellung (Trailer) from Deutsch-Israelische Gesellschaft on Vimeo.

Die Ausstellung kann vom 16. Oktober bis 13. November 2015 besichtigt werden. Eine vorherige Anmeldung unter Tel. 030 227 38883oder info-ausstellung-plh@bundestag.de ist notwendig.

Nach der ersten Station im Deutschen Bundestag wird die Ausstellung dann bis Ende 2016 in 10 weiteren Städten gezeigt; eine hebräischsprachige Version wird in Israel an vier Standorten präsentiert. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.israelis-und-deutsche.de

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September 29th, 2015 at 11:36 am

swp| STUTTGART: Prominente gegen Abriss

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Der Widerstand gegen den Abriss der Villa des ermordeten Staatspräsidenten Eugen Bolz verstärkt sich. An das Land ergeht der Ruf, das Haus zu erwerben, um eine Gedenkstätte einzurichten.

Die Denkmalschützer haben den Daumen gesenkt. Aus ihrer Sicht ist die Bolz-Villa in Stuttgart nicht erhaltenswert. Doch die Befürworter des Erhalts lassen sich dadurch nicht beirren. Sie haben inzwischen mit dem Alt-Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) sowie dem Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann prominente Unterstützung bekommen im Kampf um die Villa des von den Nazis ermordeten Politikers und Widerstandskämpfers. Auch der Schwäbische Heimatbund steht hinter der Forderung, aus der Villa eine Gedenkstätte zu machen. Dass sie sich nicht mehr im ursprünglichen Zustand befindet, spielt für Geschäftsführer Bernd Langner, der selbst Bauhistoriker ist, keine Rolle.

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September 29th, 2015 at 11:34 am

NDR| Angst vor antisemitischen Schülern

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28.09.2015 | 24:43 Min. | Quelle: NDR

An Schulen mit hohem Migrantenanteil gehören antijüdische Klischees zum Alltag. Viele Lehrer schauen weg; sie fürchten sich vor Diskussionen mit muslimischen Schülern.

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September 29th, 2015 at 8:09 am

Deutschlandfunk| Auschwitz-Prozess: Renaissance der Auseinandersetzung mit Fritz Bauer

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Die erstaunliche Konjunktur von Fritz Bauer 50 Jahre nach dem Auschwitz-Prozess überrasche ihn nicht, sagte Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, im DLF. Mit wachsendem Abstand werde einem die Größe dieses Menschen erst wirklich bewusst. Durch sein Drängen und Insistieren musste sich die Gesellschaft der BRD mit den NS-Verbrechen auseinandersetzen.

Micha Brumlik im Gespräch mit Kathrin Hondl

Micha Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts, spricht gestikulierend in ein Mikrofon. (imago / IPON)

Micha Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts (imago / IPON)

Faszinierend sei, dass ein einziger Mensch durch seinen eisernen Willen und seine moralische Integrität die Gesellschaft dieses Landes dazu gebracht habe, sich ihrer Geschichte zu stellen, so Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz Bauer Instituts.

Am kommenden Donnerstag läuft der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ an. Darin geht es um das Zustandekommen des Auschwitz-Prozesses, für das der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gesorgt hatte.

Eine schwarz-weiß Aufnahme von Fritz Bauer aus dem Jahr 1961. (picture-alliance/ dpa /Goettert)Fritz Bauer verstand die Aufarbeitung der Nazi- Verbrechen als Voraussetzung einer demokratischen Nachkriegsgesellschaft. (picture-alliance/ dpa /Goettert)
Sie können das Gespräch mit Micha Brumlik mindestens sechs Monate in unserem Audio-Archiv nachhören.

 

Quelle: Deutschlandfunk

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September 28th, 2015 at 7:35 am

DARMSTÄDTER GESPRÄCHE – So. 04.OKTOBER 2015 | „Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor“

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So. 04.OKTOBER 2015

  • 11:00 UHR | KLEINES HAUS

    DARMSTÄDTER GESPRÄCHE

    Menschenbilder in unserer Zeit – Moderation Insa Wilke

    13 €

    Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor

ÜBER DAS STÜCK

„Das Menschenbild in unserer Zeit“ – Unter diesem Titel trafen1950/51 erstmals Persönlichkeiten wie Theodor W. Adorno, Martin Heidegger und José Ortega y Gasset zu den vielbeachteten „Darmstädter Gesprächen“ aufeinander. Welch ein Größenwahn, die Welt erklären zu wollen. Aber ist es heute nicht noch vermessener, das Anliegen von damals aufzugreifen und in Gesprächen zu versuchen, die drängenden Fragen unserer Zeit zu stellen? Ja, das ist es, und es ist nach wie vor notwendig! Ab Oktober 2015 öffnet das Staatstheater Darmstadt deswegen an fünf Sonntagen pro Spielzeit jeweils um 11.00 Uhr die Pforten des Kleinen Hauses und begrüßt Sie zu streitbaren und erkenntnisbringenden Darmstädter Gesprächen. Nun ist das Motto „Menschenbilder in unserer Zeit“. Denn drunter geht es nicht.

Insa Wilke ist Literaturkritikerin, Moderatorin und Publizistin. Sie leitete das Literaturhaus in Köln, 2014 erhielt sie den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und zur Zeit moderiert sie „Gutenbergs Welt“ in WDR 3. In Darmstadt moderierte sie zuletzt den Literarischen März.

4. Oktober 2015, 11 Uhr
Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor

Wird in der Bibel gelacht? Gibt es Satire im Islam? Hat der jüdische Witz christliche und muslimische Geschwister? Über Traditionen und Grenzen des Humors der drei großen monotheistischen Religionen und über ihre explosive gesellschaftliche Bedeutung diskutieren: der Kulturwissenschaftler Özkan Ezli, Micha Brumlik, Senior Advisor am Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, und Nikolaus Schneider, 2010 bis 2014 höchster Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland.

MITWIRKENDE
    • Micha BrumlikMicha Brumlik
    • Özkan EzliÖzkan Ezli
  • Nikolaus SchneiderNikolaus Schneider

LEITUNGSTEAM

  • Insa WilkeInsa Wilke
    Moderation
  • Georg-Büchner-Platz 1

    64283 Darmstadt

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September 25th, 2015 at 10:46 am

MIGAZIN| UNI LEPZIG: Website für geflüchtete Wissenschaftler

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An der Uni Leipzig wurde ein Online-Portal für geflüchtete Wissenschaftler freigeschaltet. Die Website soll den Kontakt zwischen deutschen und geflüchteten Wissenschaftlern herstellen, um diese bei der Fortführung ihrer Forschungstätigkeit zu unterstützen.

Chance for Science, wissenschaft, wissenschaftler, geflüchtete, flüchtlinge

www.chance-for-science.de
An der Universität Leipzig ist eine Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler freigeschaltet worden. Die am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre aufgebaute Website solle den Kontakt zwischen deutschen Forschern und Flüchtlingen herstellen, teilte die Universität am Montag mit. Ziel sei, bei der Fortführung der Forschungstätigkeit in Deutschland zu helfen.

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September 22nd, 2015 at 7:37 am

Deutschland| Refugees Welcome: Tag des Flüchtlings 2015 – 02.Oktober 2015

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„Refugees Welcome!“ ist das diesjährige Motto des Tag des Flüchtlings, der am 2. Oktober im Rahmen der Interkulturellen Woche stattfindet. Hoffnung macht: In Deutschland ist die Solidaritätsbewegung für Flüchtlinge so groß wie noch nie. Ehrenamtliche unterrichten Deutsch, sammeln Kleidung und organisieren Fahrdienste, Schülerinnen und Schüler verhindern Abschiebungen und Vereine organisieren Sport- und Freizeitaktivitäten. Sie wollen sich engagieren? Hier finden Sie Infos, Tipps, Kontakte.

Doch Willkommenskultur fährt gegen die Wand, wenn die politische Rückendeckung fehlt. Kommunal ist diese oft noch zu finden, doch auf Bundesebene gilt im Kern: Integration ist erst erwünscht, wenn der Aufenthalt gesichert ist. Isolation in großen Flüchtlingslagern, Hürden und Verbote beim Arbeitsmarktzugang und der fehlende Sprachkursanspruch verhindern die Integration. Gleichzeitig nehmen rechte Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge zu.

Zum Tag des Flüchtlings ruft PRO ASYL dazu auf, Flüchtlinge willkommen zu heißen und Integration zu ermöglichen. Unsere Botschaft: Flüchtlinge sind keine Last, sie sind eine Chance.

Heft zum Tag des Flüchtlings 2015

Unsere jährliche Übersicht aktueller flüchtlingspolitischer Themen.

Heft bestellen im Shop

Mitmachen


Bundesweit engagieren sich Tausende Menschen für Flüchtlinge und es werden immer mehr. Auch Sie wollen Flüchtlinge unterstützen? Das ist großartig. Auf diesen Seiten finden Sie Infos, Tipps, Kontakte und weiterführende Materialhinweise.

1. Gleichgesinnte finden

Informieren Sie sich bei den Flüchtlingsräten, welche unabhängigen Strukturen es vor Ort schon gibt: Die Flüchtlingsräte sind unsere Kooperationspartner auf Landesebene. In vielen Bundesländern vernetzen sie Initiativen und lokale Kontakte. Hier finden Sie Ihren Flüchtlingsrat – nehmen Sie Kontakt auf.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es bereits lokale Initiativen und Projekte für Flüchtlinge. Viele von ihnen haben wir auf einer Übersichtskarte eingetragen. Darüberhinaus existieren mittlerweile mehrere regionale Übersichtseiten, die Initiativen und Projekte aus ihrer Region sammeln. Zentrale Ansprechpartner zum Thema ehrenamtliches Engagement vor Ort sind die Landesflüchtlingsräte.

[Die Vollständigkeit oder Aktualität der angegebenen Daten  können wir leider nicht garantieren. Helfen Sie mit, um dieses Informationsangebot zu verbessern: Über Korrekturen und Ergänzungen freuen wir uns. Entsprechende Hinweise bitte aninitiativen(at)proasyl.de.]


Noch nichts gefunden? Gründen Sie selbst eine Unterstützer-Gruppe!
Besuchen Sie öffentliche Veranstaltungen, Filmvorführungen, Vorträge, Seminare zu Migrations- und Flüchtlingsthemen und geben dort eine Kontaktliste zur Gründung herum. Tauschen Sie sich mit anderen Gruppen in den Nachbarstädten oder ‑kreisen aus. Vernetzen Sie sich imLandesflüchtlingsrat, ihre Gruppe kann dort zumeist auch Mitglied werden.

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September 17th, 2015 at 2:55 pm

Amnesty| Keine Verschärfung der Asylpolitik – Gemeinsam Flüchtlinge schützen

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50jahre.amnesty.de logo

Die Hilfsbereitschaft der Menschen, die zurzeit Flüchtlinge an deutschen Bahnhöfen willkommen heißen, ist groß. Sie halten „Welcome“-Schilder, applaudieren und reichen den Ankömmlingen Essen, Getränke und Kleidung. Endlich haben einzelne Politiker und Politikerinnen begriffen, dass es die gesetzliche und moralische Pflicht Europas ist, Asylsuchende zu schützen. Das gibt Grund zur Hoffnung.

Dennoch bleibt Realität, dass sich viele Staaten abschotten, wenn es um Flüchtlinge und Asylsuchende geht. Die EU und ihre Mitgliedstaaten tragen die Verantwortung für eine Politik, die schutzbedürftige Menschen auflebensgefährliche Fluchtrouten zwingt, auf denen Tausende im Mittelmeer ertrinken oder Dutzende in Lastwagen ersticken. Sie sind verantwortlich, wenn Polizei- und Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Asylsuchende vorgehen, sie ohne Prüfung der Asylgründe abschieben oder unter menschenunwürdigen Bedingungen einsperren.

Wir müssen von Politikern und Politikerinnen weiterhin einfordern, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen und Flüchtlingen mehr Schutz bieten!

Seien Sie in Berlin mit dabei und unterstützen Sie unsere Kundgebung für einen besseren Flüchtlingsschutz! Hier geht es zum begleitenden Facebook-Event: http://bit.ly/fluechtlingsschutz

Jetzt ist der Zeitpunkt, um aktiv zu werden: Am 14. September diskutieren die EU-Innen- und Justizminister_innen in Brüssel, wie sie auf die steigenden Flüchtlingszahlen reagieren sollen. Auch der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière nimmt an dem Treffen teil. Amnesty International begrüßt die Gespräche für eine einheitliche europäische Flüchtlingspolitik. Sie dürfen jedoch auf keinen Fall in einer Verschärfung der Asylgesetzgebung enden!

Deshalb organisiert Amnesty International am 13. September 2015 um 11.55 Uhr eine Kundgebung vor dem Bundesinnenministerium in Berlin.Wir wollen den deutschen Bundesinnenminister daran erinnern: Asyl zu suchen ist ein Menschenrecht, festgehalten in Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Es gilt für alle Menschen und unter allen Umständen.

Wir fordern: Deutschland und alle anderen EU-Mitgliedstaaten müssen mehr legale Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge schaffen! Dazu gehören die Aufstockung von Resettlement-Plätzen und humanitären Aufnahmeprogrammen für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge sowie die Erleichterung der Familienzusammenführung. Flüchtlinge müssen zudem die Möglichkeit erhalten, an den Landgrenzen der EU sicher einen Asylantrag stellen zu können.

Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten muss abgeschafft werden.Jeder und jede Asylsuchende hat ein Recht auf eine individuelle Prüfung des Asylantrags. Sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ lassen eine solche Prüfung nicht zu. Darüber hinaus müssen Flüchtlinge in den Aufnahmeländern vor Gewalt geschützt und menschenwürdig untergebracht werden.

In Deutschland sind die Innenminister und -senatoren der Länder für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Deshalb richtet sich Amnesty International in einer aktuellen Petition auch an Roger Lewentz, den derzeitigen Vorsitzenden der Innenministerkonferenz der Länder.

Werden Sie aktiv! Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition und fordern Sie sichere Zugangswege für Flüchtlinge: http://www.amnesty.de/sos-europa

Mehr legale Einreisemöglichkeiten, eine menschenwürdige Unterbringung und einen besseren Schutz vor Gewalttaten: Deutschland und andere EU-Mitgliedstaaten müssen und können einen größeren Beitrag bei der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen leisten!

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Mit freundlichen Grüßen

Amnesty International Deutschland

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September 10th, 2015 at 2:29 pm

tagesspiegel| „Handbuch des Antisemitismus“ abgeschlossen: Fast 5000 Seiten zur Geschichte der Judenfeindschaft

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Von

Was zum Holocaust führte: Wolfgang Benz legt die Abschlussbände seines monumentalen „Handbuchs des Antisemitismus“ vor.

Sieben Jahre liegen zwischen dem Erscheinen des ersten und nun des achten und letzten Bandes. Das „Handbuch des Antisemitismus“, das Wolfgang Benz bereits 1990 in seinem Berufungsverfahren an die TU Berlin skizziert und gleich nach seinem Amtsantritt als Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung auf den Weg gebracht hat, ist mit dieser raschen Erscheinungsweise anderen, „gemächlicheren“ Vorhaben weit voraus, wie Benz am Dienstagabend bei der Präsentation der Bände 7 und 8 in der Akademie des Jüdischen Museums vergnügt anmerkte.

Vier Jahre nach seiner eigenen Emeritierung habe er damit „seine Verpflichtungen“ erfüllt. 4915 Druckseiten, den Angaben des Berliner Verlags De Gruyter zufolge – der die Reihe in seinem Imprint De Gruyter Saur veröffentlicht, denn vom früher eigenständigen Verlag K.G. Saur ist das Vorhaben gekommen –, liegen vor. Allein über die Zahl der Autoren herrschte am Dienstag Uneinigkeit, mindestens 500 müssen es wohl sein, die die weit über 2000 Artikel verfasst haben. Gegliedert ist das Reihenwerk nach Ländern, Personen, Theorien, Ereignissen und Institutionen; der jetzt vorgestellte Band 7 hat Film, Theater, Literatur und Kunst zum Thema, während der Abschlussband, wie es sich gehört, ausführliche Register und Verweise enthält, aber auch 46 Nachträge, deren Notwendigkeit sich im Laufe der Arbeit ergab. Hinzu kommt ein Überblick des Gesamtherausgebers Benz zu den Entwicklungen und Phänomenen der Judenfeindschaft – gewissermaßen die Summe, die er selbst aus zweieinhalb Jahrzehnten Arbeit am Handbuch von der ersten Ideenskizze bis zum Abschluss der Reihe zieht.

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September 9th, 2015 at 5:24 pm

Körberstiftung| Streit um Stolpersteine

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Das Projekt »Stolpersteine«, initiiert durch den Künstler Gunter Demnig, gilt als Erfolgsmodell der Erinnerungskultur. Seit 1995 wurden rund 50.000 Gedenksteine in 18 Ländern verlegt. Die Erinnerungsform steht aber auch zunehmend in der Kritik, beispielsweise weil NS-Begriffe wie »Rassenschande« darauf zitiert werden. Ob das Projekt seine Ziele verfehlt, der Profit im Vordergrund steht und die Angehörigen selbst übergangen werden, diskutieren der Publizist und Autor Micha Brumlik, der Journalist Daniel Killy und Peter Hess, Projektkoordinator der Stolpersteine in Hamburg.
Moderation: Carmen Ludwig, Körber-Stiftung

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September 9th, 2015 at 1:54 pm

BERLIN| SO KÖNNEN SIE IN BERLIN HELFEN – WICHTIGE HINWEISE FÜR FLÜCHTLINGSHELFER

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Allgemeines

Liebe Unterstützer,
wir bitten euch nichts eigenständig zu den Notunterkünften zu bringen. Wartet auf Anfragen ihrseits oder unsererseits. Wer in den Notunterkünften helfen möchte schreibt bitte eine Email direkt an die jeweilige Unterkunft. Nicht unaufgefordert hinfahren, das erschwert Arbeit und Situation vor Ort. Wenn Bedarf nach Hilfe vorhanden ist, seit ihr gerne willkommen. Generell kann sich die Situation im Laufe des Tages immer ändern, also schaut hier nach updates.Generell gilt, bitte NUR das vorbeibringen, was auf der Bedarfsliste mit “Ja” vermerkt ist. Es gibt keine Möglichkeiten für warme Essensausgabe und keine Teller etc vor Ort. Ein Taschenmesser mit Schere ist perfekt um mal Obst, Brot etc zu schneiden oder beim Basteln mit Kindern Luftballonschnüre abzuschneiden.

Angebote für Kinder sind toll, aber bitte nicht zuviel auf ein mal. Nicht jedes Kind möchte mitmachen – akzeptiert dies bitte. Bei Spielzeugausgaben vergeßt bitte die Kinder, die bei ihren Eltern auf den Wiesen sitzen, nicht.

Die LaGeSo Hilfsaktion wird koordiniert von “Moabit Hilft” und “Die Johanniter

Notfall Telefon von „Moabit Hilft“: 0151 28005150

(Nehmt es uns bitte nicht übel, wenn ihr auf die Bestätigung für die Aufnahme in eine Gruppe etwas warten müsst. Wir sind tagsüber vor Ort auf dem Gelände der LaGeSo. Wir bemühen uns, euch so schnell wie möglich in die Gruppen aufzunehmen und eure Fragen zu beantworten.)

Wir bitten darum, dass nur vollständig geimpfte Personen im direkten Kontakt mit den Geflüchteten sind. (Info)

Aktuelle Bedarfslisten für Spenden und die Frage, ob wir Helfer vor Ort brauchen:

  • Bedarfsliste Standort LaGeSo: Hier
  • Bedarfsliste Standort LaGeSo Caritas: Hier
  • Bedarfsliste Standort Karlshorst: Hier
  • Bedarfsliste Standort Spandau (Bamf): Hier
  • Bedarfsliste Standort Fehrbelliner Platz 4 “Freiwillige helfen”: Hier
  • Bedarfsliste für geringe Stückzahlen Standort Fehrbelliner Platz 4
    “Freiwillige helfen”: Hier

Bei großen Spenden für den Standort LaGeSo…

  • schickt bitte eine Email an: moabit.hilft@gmail.com
    mit dem Betreff: „SPENDE: [ART DER SPENDE]“

Was muss ich beim Spenden beachten?

  • Eine genaue Anleitung findet ihr hier, wenn ihr Spielzeug, Kuscheltiere oder Kleidung für die Flüchtlinge spenden möchtet

Wollt ihr bei der Planung aktiv mitwirken?

  • Facebookgruppe für das LaGeSo: Hier
  • Facebookgruppe für das Aufnahmelager Lebach: Hier
  • Facebookgruppe für Spandau vor dem BAMF: Hier
  • Facebookgruppe für Fehrbelliner Platz 4 “Freiwillige helfen”: Hier
  • Dienstplant für Helfer für Fehrbelliner Platz 4 “Freiwillige helfen”: Hier

Hinweis für die Gruppe LaGeSo: (Es stehen aktuell über 1.000 Leute für die Facebook Gruppe an. Wir prüfen mit 3 Admins alle Profile, daher dauert es leider etwas länger alle rein zu lassen. Daher hier eine ABKÜRZUNG: Alle, die länger als 1 Jahr bei Facebook sind und “Refugees welcome” im Profilbild haben, werden schneller bestätigt. Wir freuen uns auf euch alle!!!)

Wollt ihr den Standort LaGeSo finanziell unterstützen:

  • Könnt ihr das auf der Homepage von Moabit Hilft tun. Schreibt in den Überweisungszweck der Spende das Wort “LaGeSo” hinein. Jeder Euro hilft!
    Spendenlink

Fahrgemeinschaften und mobile Sammelstellen

  • Wollt ihr bei der Organisation der Fahrgemeinschaftsgruppe mitwirken, dann seid ihr in unserer Facebook Gruppe gern willkommen.
  • Eine Google-Maps-Übersicht über Spenden zum Abholen und Fahrer findet ihr:hier
  • Meldet euch zum Verabreden von Fahrgemeinschaften unter folgdenem Link an:Hier
  • Bei Fragen oder Anregungen wendet euch bitte über Facebook an Daniela GrebeoderJohannes B. Wagner.
  • Solltet ihr kein Facebook Account besitzen, dann könnt ihr eure Fragen auch via Email an lageso@spasswald.de stellen.

Bei einem medizinischen Notfall…

Beantragung der roten Karte:

Freies W-Lan für die Geflüchteten.

  • Wie Anwohner ohne Kosten und Mühen dieses Projekt möglich machen können. Mehr findest du hier.

Quelle: MOABIT hilft

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September 9th, 2015 at 1:49 pm

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DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER – ab 1.Oktober 2015 im Kino

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Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitz-Prozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidender Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume (DIE KOMMENDEN TAGE) zeichnet mit DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück.

Burghart Klaußner (ELSER, DAS WEISSE BAND) verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem packenden, dichten Portrait der jungen BRD versammelte Lars Kraume mit Ronald Zehrfeld (BARBARA), Sebastian Blomberg (ZEIT DER KANNIBALEN), Lilith Stangenberg (DIE LÜGEN DER SIEGER) und Jörg Schüttauf (SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE) ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

Inhalt

Frankfurt am Main 1957: Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) wird bewusstlos in seiner Badewanne aufgefunden. Auf dem Wannenrand: ein fast leeres Rotweinglas und ein nahezu volles Röhrchen Schlaftabletten. Ein gefundenes Fressen für den BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf), denn hier wittert er seine Chance, den unliebsamen Generalstaatsanwalt loszuwerden. Er regt einen Polizeibeamten in Bauers Wohnung dazu an, einige weitere Schlaftabletten verschwinden zu lassen, um so den Anschein zu erwecken, Bauer habe einen Selbstmordversuch unternommen und sei in seinem Amt nicht mehr tragbar. Gegenüber dem ehrgeizigen Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) deutet Gebhardt an, dass man nur noch etwas mehr Druck ausüben müsse, um Bauer endlich zu Fall zu bringen.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gelingt es Bauer jedoch rasch, seinen besorgten Vorgesetzten und Parteifreund, den hessischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn (Götz Schubert), zu beruhigen und die Selbstmord-Gerüchte zu zerstreuen. Read the rest of this entry »

Written by lbucklitsch

September 9th, 2015 at 11:45 am

Körber-Stiftung| Streit um Stolpersteine – Diskussion – Dienstag, 08.09.2015, 19.00 Uhr, Hamburg

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Auf dem Weg ins Büro, vor dem Hauptgebäude der Universität Hamburg, vor der eigenen Haustür oder an der Eingangstür der Arztpraxis um die Ecke: Vielerorts begegnen wir kleinen Betonwürfeln im Gehweg, die mit einer Messingplatte versehen sind. Der Kölner Künstler Gunter Demning initiierte das Projekt »Stolpersteine« im Jahr 1995. Seither sind in Deutschland und weiteren 17 europäischen Ländern rund 50.000 Gedenksteine verlegt worden. Sie erinnern an die Verfolgten, Deportierten und Ermordeten des NS-Regimes – an den Orten, an denen sie zuletzt gewohnt oder gearbeitet haben.

Das Projekt hat sich zu einem Erfolgsmodell der Erinnerungskultur entwickelt und ermutigte viele Menschen dazu, einen Gedenkstein anfertigen zu lassen. Die entwickelte Eigendynamik löst jedoch zunehmend Kritik aus. Inschriften wie »Rassenschande« oder »Gewohnheitsverbrecher« zieren zum Teil die kleinen Steine – ohne sich von diesen NS-Begriffen zu distanzieren. Ebenso wird kritisiert, dass die Gedenksteine im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten werden. Daher lehnen einige Städte die Stolpersteine ab, darunter auch München.

Ob das Projekt seine Ziele verfehlt, der Profit im Vordergrund steht und die Angehörigen selbst übergangen werden, darüber diskutieren der Publizist und Autor Micha Brumlik, der Journalist Daniel Killy und Peter Hess, Projektkoordinator der Stolpersteine in Hamburg. Carmen Ludwig, Körber-Stiftung, moderiert.

Eine Veranstaltung zum Schwerpunkt
»Erinnerung schafft Zukunft«.

Die Veranstaltung kann als Videostream verfolgt werden.

Gäste

Peter Hess, Micha Brumlik, Daniel Killy

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Wir möchten möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Daher schließt das Platzkontingent Stehplätze mit ein.
Ein Anspruch auf einen Sitzplatz besteht durch die Anmeldung nicht.

Ort

KörberForum – Kehrwieder 12
20457 Hamburg, Hamburg
Sie erreichen das KörberForum – Kehrwieder 12 mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang unter
040 · 80 81 92 – 0.

Veranstalter

Written by lbucklitsch

September 4th, 2015 at 2:48 pm

Umfrage „Diskriminierung in Deutschland 2015“

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Sie haben es erlebt? Berichten Sie davon!

Wegen Ihrer Behinderung oder Ihres Alters werden Sie nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, obwohl Sie hervorragend qualifiziert sind?
Sie werden gemobbt, weil Sie lesbisch oder schwul sind?
Ihr Kind bekommt wegen seiner Migrationsgeschichte trotz guter Noten keine Gymnasialempfehlung?
Bei der Wohnungssuche gehen Sie leer aus, weil Sie ein Kopftuch tragen?

Berichten Sie uns von den diskriminierenden Erfahrungen, die Sie, Ihre Angehörigen und Freunde gemacht haben. Dabei interessieren uns alle Lebensbereiche: vom Kindergarten, über Schule und Hochschule, bis zum Beruf; vom Wohnen über Versicherungs- und Bankgeschäfte bis zum Freizeitbereich.

Diskriminierungen wegen des jungen oder alten Lebensalters, einer Behinderung oder chronischen Krankheit, aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts (Männer, Frauen, Trans* und intergeschlechtliche Menschen), der Religion oder Weltanschauung sowie der sexuellen Identität sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verboten. In unsere Umfrage beziehen wir auch die „soziale Herkunft“ (z.B. Einkommen, Bildungshintergrund, auch der Elterngeneration) mit ein.

Wie komme ich zum Fragebogen?

Bitte klicken Sie hier.

Wer kann mitmachen?

Alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren können sich vom 1.9. – 30.11.2015 beteiligen.

Was wollen wir erreichen?

Diese Umfrage, die wir gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchführen, soll Diskriminierungen sichtbar machen! Wir wollen auch wissen, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Mit den Ergebnissen werden wir konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln, wie Diskriminierungen künftig verhindert werden können. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2016 veröffentlicht.

Wenn Sie inhaltliche Fragen zur Umfrage haben, wenden Sie sich bitte an Nathalie Schlenzka (Nathalie.Schlenzka(a)ads.bund.de, Tel.: 03018 555 1813).

Machen Sie mit und helfen Sie dabei, Diskriminierungen abzubauen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Written by lbucklitsch

September 2nd, 2015 at 12:14 pm