Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

Archive for Oktober, 2017

TimesofIsrael| Martin Luther 500th anniversary marred by anti-Semitism row

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Controversy erupts over ‚Judensau‘ carving on church showing Jews suckling the teats of a sow as a rabbi looks under its leg and tail

A bitter row over a medieval anti-Semitic carving on a church wall risks overshadowing Germany’s celebrations on Tuesday to mark the 500th anniversary of the Reformation, the seismic theological shift started by German theologian Martin Luther.

The bas relief sculpture at the heart of the dispute dates from around 1300 and is one of Germany’s last remaining examples of vulgar anti-Jewish folk art that was common in Europe during that era.

The graphic stone image shows Jews suckling the teats of a sow as a rabbi looks intently under its leg and tail. The hateful symbolism is that Jews obtain their sustenance and scripture from an unclean animal.

Many churches in the Middle Ages had similar “Judensau” (Jewish pig) sculptures, which were also aimed at sending the stark message that Jews were not welcome in their communities.

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Written by lbucklitsch

Oktober 31st, 2017 at 12:55 pm

mdr| Protestaktion gegen die „Judensau“

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Kurz vor dem Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum in Wittenberg haben Persönlichkeiten aus Kirche und jüdischer Gemeinschaft gegen das umstrittene Relief „Judensau“ an der Stadtkirche protestiert. An der Kundgebung am Samstagnachmittag in der Lutherstadt beteiligten sich nach Angaben der Initiatoren etwa 40 Bürger. Auch Martin Luther gilt als Antisemit. Worum geht es in der Auseinandersetzung?

Das um 1300 angebrachte Relief zeigt eine Sau, die Menschen säugt – gemeint sind Juden. Ein Mann, der der Sau ins After schaut, soll ebenfalls einen Juden darstellen. Mit der Schmähung sollten Juden abgeschreckt werden, sich in der Stadt niederzulassen. Im Mittelalter wurden durch solche Abbildungen an vielen Kirchen Menschen des jüdischen Glaubens geschmäht.

Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums ist nun wieder die Debatte über den Umgang mit der „Judensau“ neu entbrannt, die wegen einer nachträglich ergänzten Inschrift auch „Luthersau“ genannt wird. Auch der Reformator Martin Luther (1483-1546) gilt als Antisemit. Besonders in seinen späten Schriften hetzte er gegen Juden.

Wie argumentieren die Befürworter des Reliefs?

Die Gemeinde der Stadtkirche und der Wittenberger Stadtrat haben sich für den Erhalt des Reliefs außen an der Schlosskirche ausgesprochen. Sie argumentieren, als eine der ersten Kirchengemeinden in Deutschland habe die Stadtkirchengemeinde 1988 ein Mahnmal eingeweiht, das sich auf die Schmähplastik beziehe. Die Bodenplatte lege sich dem Besucher förmlich in den Weg. Auf diese Weise werde ein Erinnerungsstück der Geschichte bewahrt und zugleich schuldbewusst und kritisch kommentiert. In einem Positionspapier heißt es: „Geschichte soll nicht versteckt werden und Geschichtsvermittlung gelingt am eindrücklichsten am authentischen Ort.“

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Written by lbucklitsch

Oktober 31st, 2017 at 12:52 pm

Deutschlandfunk| Der Terror aus den Hügeln, von Micha Brumlik

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Eigentlich passt der Begriff des Fundamentalismus so gar nicht zum Judentum. Schließlich geht es in der jüdischen Religion ganz wesentlich darum, die Bibel zu interpretieren, zu hinterfragen und Textstellen unterschiedlich auszulegen

Written by lbucklitsch

Oktober 16th, 2017 at 12:54 pm

TAZ| Ist es gerecht, dass die einen Heimat haben und die anderen nicht?

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Weil gesunder Patriotismus und Liebe zur Heimat wichtig sind.“ So heißt es im siebten Punkt des von der CSU publizierten Grundsatzpapiers. Und weiter: „Wir können stolz sein auf das, was Deutschland in den letzten 70 Jahren erreicht hat. Die Werte und Prägung unserer Heimat sorgen für Identität und Zusammenhalt. Nur wer der eigenen Sache sicher ist, kann anderen offen und tolerant begegnen. Dagegen müssen wir klarmachen: Wer Kreuze abnehmen, Schweinefleisch verbannen und Martinsumzüge in Lichterfest umbenennen will, ist nicht tolerant, sondern betreibt gefährliche Selbstverleugnung.“

Was aber genau ist Heimat? Jener Ort, an dem Menschen schon immer gelebt haben? Der Ort ihrer Herkunft? Oder doch vielleicht ein Ort der Ankunft? Wie etwa jene westdeutschen Städte, Länder und Gemeinden, in denen nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 12 Millionen aus Ostdeutschland Vertriebene eine – ja – „neue“ Heimat fanden? Her-kunft, An- kunft und: Zu-kunft: Auswanderer, etwa die „Pilgrim Fathers“, die im frühen siebzehnten Jahrhundert von England mit der Mayflower nach Nordamerika segelten, suchten einen Ort, an dem sie ihren im Herkunftsland bedrängten Glauben in Freiheit – also in geistiger Heimat – leben konnten.

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Written by lbucklitsch

Oktober 11th, 2017 at 3:03 pm

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