Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

Archive for the ‘Veranstaltung’ Category

Micha Brumlik: Wann, wenn nicht jetzt? – Versuch über die Gegenwart des Judentums – TU Berlin

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brumlik

Auftakt des Forschungskolloquium „Säkularer Staat und religiöse Vielfalt“ des Zentrums für Antisemitismusforschung am 19. Oktober 2016

Micha Brumlik, diesjähriger Buber-Rosenzweig-Medaillenträger, stellt sein Buch „Wann, wenn nicht jetzt? Versuch über die Gegenwart des Judentums“ vor, in dem er ein Plädoyer für jüdisches Leben in der Diaspora mit einer geschichtsphilosophischen Skepsis über die Zukunft des Staates Israel als eines jüdischen Staates verbindet. Durchaus im Bewusstsein der blutigen Krise der arabischen Welt zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneuert er, zeitgemäß modifiziert, die schon von Martin Buber vorgeschlagene Idee eines binationalen Staates Israel/Palästina.

Zeit: 19. Oktober 2016, 18 bis 20 Uhr
Ort: TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz 7, 10587 Berlin, Telefunkenhochhaus (20. Stock)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Moderiert wird die Buchvorstellung von Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum.

Micha Brumlik ist emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2000 bis 2005 war er Leiter des Fritz Bauer Instituts, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, in Frankfurt. Zwischen 1989 und 2001 war er in Frankfurt zudem Stadtverordneter der GRÜNEN. Seit 2013 ist er Senior Professor am Zentrum Jüdische Studien Berlin/Brandenburg in Berlin.

Die Buchvorstellung bildet den Auftakt des Forschungskolloquium des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Das vollständige Programm können Sie hier einsehen: http://www.tu-berlin.de/fileadmin/i65/Forschungskolloquium/Programm_ZfA_Foko_WiS…

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Oktober 18th, 2016 at 11:59 am

Universität Kassel: Micha Brumlik – Antrittsvorlesung – Kassel, 20.April 2016, 18 Uhr

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März 26th, 2016 at 2:22 pm

DIFFUSE ÄNGSTE ODER BLINDER HASS? – LUTHER UND DIE JUDEN

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Wann? 12.11.2015 19:00 Uhr

Wo? Logensaal in den Hamburger Kammerspielen, Hartungstraße 9, 20146 Hamburg

Hamburg: Logensaal in den Hamburger Kammerspielen | Ein Abend im Rahmen der „Martinstage“, des Hamburger Luther-Lesefestivals.
Es diskutieren:

  • die Kirchenhistoriker Dorothea Wendebourg und
  • Thomas Kaufmann sowie
  • der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik.

Der Schauspieler Siegfried W. Kernen liest aus Originalschriften.
Moderation: Claus Röck.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit NDR Kultur.

Zu den problematischsten Seiten des Reformators Martin Luther zählt sein Verhältnis zu den Juden. In seinem Text „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“ aus dem Jahr 1523 spricht er sich noch für deren bedingungslose Duldung aus.
Zwanzig Jahre später verfasst der alternde Luther seine berüchtigte Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“.
Woher kommt dieser Wandel, welche Wurzeln und welche Folgen hat Luthers Antisemitismus?

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November 6th, 2015 at 3:11 pm

swp| Kein Platz für Antisemitismus

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Als „liebgewordene Tradition“ hat der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, die „Jüdischen Kulturwochen“ in Stuttgart bezeichnet. Die Veranstaltungsreihe wurde am Montag eröffnet.

NADINE WINTER

„Zwischen den Staaten Israel und Deutschland kann es keine Freundschaft geben“: Das war ein Kernsatz im Vortrag von Micha Brumlik, den der Erziehungswissenschaftler am Montag im vollbesetzten Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses hielt. Brumlik ist in der Schweiz 1947 geboren, ein Kind jüdischer Flüchtlinge. Der emeritierte Professor der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt gilt als Fachmann für die deutsch-israelischen Beziehungen. Das war auch das Thema seines Vortrags, als Auftakt zu den Jüdischen Kulturwochen 2015.

Eine „illustre Gesellschaft“, so die Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer, hörte ihm zu. Das Publikum war eine Mischung aus kirchlichen Würdenträgern, Politikern aus Stadt und Land, Rabbinern und Vertretern von Organisationen wie dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Die Zuhörer applaudierten, als Brumlik sagte: „Freundschaft ist nur zwischen Bürgern möglich.“

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November 4th, 2015 at 9:14 am

Video-Dokumentation der Ringvorlesung „Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland – Figurationen und Interventionen in Gesellschaft und staatlichen Institutionen”

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Im Rahmen einer Ringvorlesung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg haben sich in den vergangenen Monaten unterschiedliche Expert_innen mit rechtsextremen und rassistischen Tendenzen in Deutschland auseinandergesetzt. In sechs Vorträgen wurde sich u.a. mit neuen und alten Erscheinungsformen von Antisemitismus, Strategien und Einflusssphären der Neuen Rechten, Rechtspopulismus, institutionellem Rassismus, der bisherigen Aufarbeitung der NSU-Morde, dessen Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft sowie Möglichkeiten der Prävention beschäftigt. Die Reihe wurde vom „Arbeitskreis Interkulturelle Bildung” (unter Ellens Mitwirkung) organisiert. Fünf der Vorträge wurden auf Video aufgenommen und können nun mit freundlicher Genehmigung der Referent_innen auf elalem angesehen werden.***

 

 

Teil I: Micha Brumlik – Neuer und alter Antisemitismus in Deutschland

 

 

Micha Brumlik ist emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und Publizist. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen neben Erziehungs- und Bildungsfragen (religions)philosophische und gesellschaftspolitische Themen. Von 2000 bis 2005 leitete Micha Brumlik das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt/M., ein Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust. Seit Oktober 2013 ist er Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Micha Brumlik ist zudem als Gastautor diverser Zeitungen tätig und gibt die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ mit heraus.

 

Quelle: Diskurse, Macht und Identitäten in der Migrationsgesellschaft

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Oktober 30th, 2015 at 3:41 pm

Stutgart| Eröffnung der Jüdischen Kulturwochen

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Unter dem Motto „70 Jahre Jüdische Gemeinde in Stuttgart“ veranstaltet die israelische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) vom 2. bis 15. November die Jüdischen Kulturwochen.
Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, eröffnet das zweiwöchige Programm am Montag, 2. November, um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses, drittes Obergeschoss, Marktplatz 1.

Nach der Begrüßung durch Barbara Traub, Vorstandssprecherin der IRGW, sprechen außerdem die Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Marion von Wartenberg, sowie Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Grußworte.

Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Den Einführungsvortrag „Vom Wert der Freundschaft – 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“ hält Prof. Dr. Micha Brumlik.
Die Beziehung zwischen Deutschland und Israel ist in Zeiten der Kriege und Krisen im Nahen Osten mit Auswirkungen auch hierzulande wichtiger denn je. Brumlik, renommierter jüdischer Wissenschaftler aus Frankfurt, wird daher nicht nur an Entstehung und Entwicklung der Beziehungen beider Länder erinnern, sondern auch deren Bedeutung für die Gegenwart herausstellen. Anschließend folgt ein Gespräch zwischen Brumlik und Moderator Dr. Johannes Weiß (SWR). Den musikalischen Rahmen gestaltet das Jerusalem Duo mit Hila Ofek, Harfe, und Andre Tsirlin, Saxofon. Veranstalter der Jüdischen Kulturwochen sind die IRGW sowie die Landeshauptstadt Stuttgart.

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Oktober 26th, 2015 at 6:06 pm

StZ| Jüdische Kulturwochen in Stuttgart: Einzigartiger Humor kommt auch zu Wort

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Von  

„Neue Hoffnung schöpfen“ lautet das Motto der zwölften jüdischen Kulturwochen, die traditionell im Herbst stattfinden. Die israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg lädt zu 35 Veranstaltungen ein.

Stuttgart – Neue Hoffnung schöpfen“ lautet das Motto der zwölften jüdischen Kulturwochen, die traditionell im Herbst stattfinden. Die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) lädt für den 1. bis 15. November zu 35 Veranstaltungen und Ausstellungen ein. Zum Auftakt am 2. November hält der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik seinen Einführungsvortrag über 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel mit dem Titel „Vom Wert der Freundschaft“ (Rathaus, 19 Uhr). Aber auch der besondere jüdische Humor ist zu erleben. Ernst Konarek und Ernst Kies führen in ihrem Programm „Die Tante Jolesch oder: Also so war das nicht!“ mit allerlei witzigen Anekdoten von Friedrich Torberg in die Welt der Sonderlinge und Originale (4. November).

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Oktober 20th, 2015 at 11:04 am

Bundestagspräsident Lammert eröffnet die Ausstellung „Israelis & Deutsche“

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Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19 Uhr
Paul-Löbe-Haus, Foyer

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren ist Anlass für eine Ausstellung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Sie würdigt die in diesem halben Jahrhundert gewachsene Vielfalt der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Dabei kommen vor allem die Menschen hinter den Schlagzeilen zu Wort, die durch ihren Einsatz neben den offiziellen diplomatischen Kooperationen zwischenmenschliche und oft freundschaftliche Verbindungen geschaffen haben. Die Ausstellung zeigt bewegende persönliche Geschichten, bisher unbekannte historische Fotografien und literarische Quellen.

Die Ausstellung wird von Bundestagspräsident Norbert Lammert in Anwesenheit des Botschafters des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, und des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., Reinhold Robbe, eröffnet. Bei der Eröffnungsveranstaltung spielt das deutsch-israelische Ensemble „Spring in the Negev – Friends in Music“, das aus Musikern der Philharmonie der Nationen und des Israel Sinfonietta besteht. Die Leitung übernimmt Justus Frantz und der Solist ist der berühmte Klarinettist Giora Feidman.

Israelis & Deutsche. Die Ausstellung (Trailer) from Deutsch-Israelische Gesellschaft on Vimeo.

Die Ausstellung kann vom 16. Oktober bis 13. November 2015 besichtigt werden. Eine vorherige Anmeldung unter Tel. 030 227 38883oder info-ausstellung-plh@bundestag.de ist notwendig.

Nach der ersten Station im Deutschen Bundestag wird die Ausstellung dann bis Ende 2016 in 10 weiteren Städten gezeigt; eine hebräischsprachige Version wird in Israel an vier Standorten präsentiert. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.israelis-und-deutsche.de

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September 29th, 2015 at 11:36 am

DARMSTÄDTER GESPRÄCHE – So. 04.OKTOBER 2015 | „Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor“

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So. 04.OKTOBER 2015

  • 11:00 UHR | KLEINES HAUS

    DARMSTÄDTER GESPRÄCHE

    Menschenbilder in unserer Zeit – Moderation Insa Wilke

    13 €

    Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor

ÜBER DAS STÜCK

„Das Menschenbild in unserer Zeit“ – Unter diesem Titel trafen1950/51 erstmals Persönlichkeiten wie Theodor W. Adorno, Martin Heidegger und José Ortega y Gasset zu den vielbeachteten „Darmstädter Gesprächen“ aufeinander. Welch ein Größenwahn, die Welt erklären zu wollen. Aber ist es heute nicht noch vermessener, das Anliegen von damals aufzugreifen und in Gesprächen zu versuchen, die drängenden Fragen unserer Zeit zu stellen? Ja, das ist es, und es ist nach wie vor notwendig! Ab Oktober 2015 öffnet das Staatstheater Darmstadt deswegen an fünf Sonntagen pro Spielzeit jeweils um 11.00 Uhr die Pforten des Kleinen Hauses und begrüßt Sie zu streitbaren und erkenntnisbringenden Darmstädter Gesprächen. Nun ist das Motto „Menschenbilder in unserer Zeit“. Denn drunter geht es nicht.

Insa Wilke ist Literaturkritikerin, Moderatorin und Publizistin. Sie leitete das Literaturhaus in Köln, 2014 erhielt sie den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und zur Zeit moderiert sie „Gutenbergs Welt“ in WDR 3. In Darmstadt moderierte sie zuletzt den Literarischen März.

4. Oktober 2015, 11 Uhr
Wo hört der Spaß auf? – Religion und Humor

Wird in der Bibel gelacht? Gibt es Satire im Islam? Hat der jüdische Witz christliche und muslimische Geschwister? Über Traditionen und Grenzen des Humors der drei großen monotheistischen Religionen und über ihre explosive gesellschaftliche Bedeutung diskutieren: der Kulturwissenschaftler Özkan Ezli, Micha Brumlik, Senior Advisor am Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, und Nikolaus Schneider, 2010 bis 2014 höchster Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland.

MITWIRKENDE
    • Micha BrumlikMicha Brumlik
    • Özkan EzliÖzkan Ezli
  • Nikolaus SchneiderNikolaus Schneider

LEITUNGSTEAM

  • Insa WilkeInsa Wilke
    Moderation
  • Georg-Büchner-Platz 1

    64283 Darmstadt

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September 25th, 2015 at 10:46 am

Körber-Stiftung| Streit um Stolpersteine – Diskussion – Dienstag, 08.09.2015, 19.00 Uhr, Hamburg

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Auf dem Weg ins Büro, vor dem Hauptgebäude der Universität Hamburg, vor der eigenen Haustür oder an der Eingangstür der Arztpraxis um die Ecke: Vielerorts begegnen wir kleinen Betonwürfeln im Gehweg, die mit einer Messingplatte versehen sind. Der Kölner Künstler Gunter Demning initiierte das Projekt »Stolpersteine« im Jahr 1995. Seither sind in Deutschland und weiteren 17 europäischen Ländern rund 50.000 Gedenksteine verlegt worden. Sie erinnern an die Verfolgten, Deportierten und Ermordeten des NS-Regimes – an den Orten, an denen sie zuletzt gewohnt oder gearbeitet haben.

Das Projekt hat sich zu einem Erfolgsmodell der Erinnerungskultur entwickelt und ermutigte viele Menschen dazu, einen Gedenkstein anfertigen zu lassen. Die entwickelte Eigendynamik löst jedoch zunehmend Kritik aus. Inschriften wie »Rassenschande« oder »Gewohnheitsverbrecher« zieren zum Teil die kleinen Steine – ohne sich von diesen NS-Begriffen zu distanzieren. Ebenso wird kritisiert, dass die Gedenksteine im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten werden. Daher lehnen einige Städte die Stolpersteine ab, darunter auch München.

Ob das Projekt seine Ziele verfehlt, der Profit im Vordergrund steht und die Angehörigen selbst übergangen werden, darüber diskutieren der Publizist und Autor Micha Brumlik, der Journalist Daniel Killy und Peter Hess, Projektkoordinator der Stolpersteine in Hamburg. Carmen Ludwig, Körber-Stiftung, moderiert.

Eine Veranstaltung zum Schwerpunkt
»Erinnerung schafft Zukunft«.

Die Veranstaltung kann als Videostream verfolgt werden.

Gäste

Peter Hess, Micha Brumlik, Daniel Killy

Jetzt anmelden

Wir möchten möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Daher schließt das Platzkontingent Stehplätze mit ein.
Ein Anspruch auf einen Sitzplatz besteht durch die Anmeldung nicht.

Ort

KörberForum – Kehrwieder 12
20457 Hamburg, Hamburg
Sie erreichen das KörberForum – Kehrwieder 12 mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang unter
040 · 80 81 92 – 0.

Veranstalter

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September 4th, 2015 at 2:48 pm

Was gehört zu Deutschland? – Humanismus, Reformation und moderner Pluralismus 09./10.10.2015

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Was gehört zu Deutschland? – Humanismus, Reformation und moderner Pluralismus 09./10.10.2015

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Prof. Dr. Micha Brumlik, Prof. Dr. Hubert Cancik, Prof. Dr. Enno Rudolph, Dr. Horst Groschopp u.a.

Islamisch legitimierter Terror, Debatten über Beschneidungen und Kopftücher, Pegida und Co. sowie eine beständig wachsende Zahl konfessionsfreier Menschen in Deutschland lassen fragen: Wie zeitgemäß ist die deutsche Religions- und Weltanschauungspolitik?

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops werden Themen behandelt wie „Humanismus und Islam“, „Potentiale des Religions- und Weltanschauungsrechts in Deutschland“, „Herausforderungen für eine pluralistische Jugend- und Bildungsarbeit“.

Mit Blick auf die Lutherdekade „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“, die sehr stark die Errungenschaften des Protestantismus für die moderne Kultur akzentuiert, fragen wir nach den historischen Beiträgen des Humanismus zur Meinungs- und Religionsfreiheit und zum Pluralismus.

Beschlossen wird die Tagung mit einem politischen Podium von Vertreter_innen der Parteien des Bundestages.

Eine Veranstaltung der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das detaillierte Programm finden Sie unter: www.humanistische-akademie-berlin.de/tagungen

Freitag, 9. Oktober 2015

19.30-20.30 Uhr: Prof. Dr. Micha Brumlik Erziehungswissenschaftler und Publizist, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien BerlinBrandenburg:  „Öffentliches Wohl und Orientierung – Zur Zukunft der Religions- und Weltanschauungspolitik in Deutschland.“

Anmeldung unter:

Termin:
09. Oktober – 18.00 – 20.30 / 10. Oktober – 09.30-17.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik, Ullsteinstr. 114 – 142, 12109 Berlin

Verkehrsverbindungen: U6, U-Bhf. Ullsteinstraße

Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg
Dr. Ralf Schöppner
Tel. +49 30 61 39 04 69

humanistische-akademie-berlin.de

Die Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg ist seit 1997 das Studien- und Bildungswerk des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg. Sie organisiert und fördert wissen­schaftliche Ver­anstal­tungen sowie weltanschauliche und politische Bildung, führt Forsch­ungs­vor­haben durch, archiviert, doku­mentiert und veröffentlicht wissenschaftliche Arbeitsergebnisse zum modernen Humanismus.

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August 18th, 2015 at 12:07 am

NEBA-Konferenz| ANTISEMITISMUS HEUTE: ERFASSEN. ERFORSCHEN. BEKÄMPFEN.

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NEBA-Konferenz 2. Juli 2015
Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Programm

9:30 Begrüßung 

Prof Dr. Andreas Nachama, Direktor, Stiftung Topographie des Terros

9:45 Warum NEBA?

Vorstellung durch Anetta Kahane, Deidre Berger, Prof. Dr. Julius H. Schoeps

10:00 Auftaktgespräch

Prof. Dr. Deborah E. Lipstadt, Professorin für moderne jüdische Geschichte und Holocaust-Studien, Emory University. Autorin von „Der Eichmann-Prozess“

Prof. Dr. Micha Brumlik, Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2016 des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

10:30 Kaffeepause

 

PANEL 1

11:00 Erfassen

Julia Schramm, no-nazi.net, Bloggerin

Benjamin Steinitz, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus

Dr. Jörg Bentmann, Bundesministerium des Innern

Moderation: Fabian Weißbarth, AJC Berlin Ramer Institute

12:15 Mittagspause

PANEL 2

13:15 Erforschen

Input: Prof. Dr. Barbara Schäuble, Alice Salomon Hochschule Berlin

Dr. Matthias Küntzel, Autor, Politikwissenschaftler und Historiker

Prof. Dr. Lars Rensmann, Associate Professor of Political Science and Chair of the Department of Political Science and International Affairs at John Cabot University in Rome

Prof. Dr. Andreas Zick, Leitung und Vorstand, Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld

Moderation: Priv. Doz. Dr. Gideon Botsch, Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)

15:15 Kaffeepause

PANEL 3

15:45 Bekämpfen

Input: Anetta Kahane, Vorsitzende, Amadeu Antonio Stiftung

Ahmad Mansour, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Zentrum Demokratische Kultur

Micky Fuhrmann, Leiterin, Politische Abteilung, Zentralrat der Juden in Deutschland

Thomas Heppener, Leiter, Unterarbteilung „Demokratie und Vielfalt“, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Dr. Sergey Lagodinsky, Autor, Vorsitzender Kulturausschuss, Jüdische Gemeinde zu Berlin

Moderation: Deidre Berger, Direktorin, AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations

17:15 Schlusswort

Anetta Kahane, Vorsitzende, Amadeu Antonio Stiftung
Deidre Berger, Direktorin, AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations

19:00 Abendveranstaltung

in Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors:

WACHSENDER ANTISEMITISMUS IN EUROPA:
WARUM JUDEN WELTWEIT BESORGT SIND

Prof. Dr. Deborah E. Lipstadt, Professorin für moderne jüdische Geschichet und Holocaust-Studien, Emory University. Autorin von “Der Eichmann-Prozess”

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Juni 21st, 2015 at 8:59 am

Berlin| 2.Juni 2015 – Zentrale Feier zum Gedenktag für die Opfer des Genozids an der aramäischsprachigen Gemeinschaft

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Dienstag, 2. Juni 2015
19:00 Uhr

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Breitscheidplatz, 10789 Berlin

2. Juni – Gedenktag

für die Opfer des Genozids an der aramäischsprachigen Gemeinschaft (Syrische Christen)

genozidara3

Programm:

  • Begrüßung
  • Grußwort S.E. Mor Philoxenus Mattias Nayis
  • Grußwort S.E. Mar Odisho Oraham
  • Ansprache Prof. Dr. Dorothea Weltecke
  • Festrede Prof. Dr. Micha Brumlik

Der Völkermord an der aramäischsprachigen Ge­meinschaft (Syrische Christen) im Osmanischen
Reich in den Jahren 1915/16 vollzog sich parallel zum Völkermord an den Armeniern. Er findet allerdings
in der Politik. Kunst und Wissenschaft bis dato kaum Erwähnung. wobei er im kollektiven Gedächtnis der
Gemeinschaft als Sayfo, .Jahre des Schwertes‘; ein­geprägt ist. Im Zuge der Vernichtungen im Osmani­
sehen Reich wurden bis zu 300000 Aramäer er­mordet.

Als Beginn des Völkermords gilt der 24. April 1915. als die Jungtürken über 200 armenische Intellektu­elle. Politiker und Geistliche in Istanbul, damals noch Konstantinopel. festnahmen und größtenteils töten ließen. Es folgten Massaker und Deportationen in die nordsyrische Wüste. Diejenigen, die die Todes­märsche überlebten, starben an Hunger. Erschöp­fung und Krankheiten. Die Ideologie. die zu diesem Wahnsinn führte. richtete sich nicht allein gegen die Armenier. sondern gegen alle dortigen christlichen Bevölkerungsgruppen. Somit auch gegen die Syri­-schen Christen (Aramäer/Assyrer/Chaldäer). Am 24. April gedenken wir. die aramäischsprachige Ge­meinschaft. als eingeladene Gäste mit den Armeni­ern.des Genozids.

Die aramäischsprachige Gemeinschaft wird eigens am 2. [uni des Völkermords erinnern. An jenem Tag
erreichte die Vernichtung die Stadt Nisibis. welche im kollektiven Gedächtnis der Gemeinschaft als Ort
der Wissenschaft und Bildung gilt. Zum 100. Jahr des Genozids wird damit erstmals ein öffentlicher
Tag geschaffen. Der allein der tragischen Leidensge­schichte der aramäischsprachigen Gemeinschaft
gewidmet ist und mit spezifisch eigener Gedenktra­dition begangen wird. Ein fester Gedenktag wird
den Genozid in die öffentliche Wahrnehmung holen und ihn nicht länger als „vergessenen Genozid“ im
Dunkel lassen. wie ihn der französische Schriftsteller und Wissenschaftler Sebastien de Courtois be­
schreibt und die aramäischsprachige Gemeinschaft selbst empfindet.

Dabei geht es darum. das Wissen um die Ursachen. Prozesse und Folgen der Gewalt als historisch und politisch wichtiges Wissen zu bewahren und zu schützen. Dies ist nicht zuletzt mit der Hoffnung ver­bunden. über Erinnerung zur Versöhnung beitragen zu können und Wunden schließen zu können.

Das aramäische Erinnern braucht heute aber eine Ermutigung. In dem Reden von „globalem“ und „eu­ropäischem Erinnern“ dürfen die Opfer selbst nicht vergessen und die Auseinandersetzung mit der Leugnung des Völkermordes nicht gescheut werden. Auch die aramäische Erfahrung bedarf eines Ortes in der europäischen Erinnerungskultur. Nicht zuletzt ist dies auch ein Prüfstein für die Erinnerungspolitik Deutschlands und für die Glaubwürdigkeit des nach dem Holocaust gefundenen Konsenses. dass weder die Leugnung noch die Relativierung eines Völker­mords geduldet werden darf.

Sehr herzlich möchten wir Sie zur zentralen Feier des Gedenktags einladen.

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Mai 28th, 2015 at 4:16 pm

Augsburg| Kein Weg als Deutscher und Jude

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Am 23. Februar um 18. Uhr im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben:

Kein Weg als Deutscher und Jude

Öffentlicher Abendvortrag von Micha Brumlik zur deutsch-israelische Nachwuchstagung „Rückkehr-Erzählungen. Über die (Un)Möglichkeit nach 1945 als Jude in Deutschland zu leben“


 

Brumlik.Micha_Foto_Werner Lott-freiAugsburg/BB/KPP – Der Publizist und Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlikzählt heute zu den bedeutendsten Stimmen im deutsch-jüdischen Dialog nach 1945. Am Abend des 23. Februar 2015 (Beginn 18.00 Uhr) eröffnet er im Festsaal des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben mit einem öffentlichen Vortrag unter dem Titel „Kein Weg als Deutscher und Jude – eine Relecture nach zwanzig Jahren“ die am 24./25. Februar dann im Hollbau des Evangelischen Forums Annahof stattfindende Tagung „Rückkehr-Erzählungen. Über die (Un)Möglichkeit nach 1945 als Jude in Deutschland zu leben“. Auch bei der Tagung selbst sind Gasthörer willkommen.

Bild: Micha Brumlik eröffnet am 23. Februar 2015 die Tagung „Rückkehr-Erzählungen“ mit einer kritischen Relektüre seiner 1996 erschienenen Autobiographie. Foto: Werner Lott.

In seiner 1996 veröffentlichten Autobiographie „Kein Weg als Deutscher und Jude. Eine bundesrepublikanische Erfahrung“ legt der Publizist und emeritierte Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik die Erfahrungen nieder, die er als Kind jüdischer Remigranten in Deutschland gesammelt hat. 1952 im Alter von fünf Jahren gemeinsam mit seinen Eltern aus der Schweiz nach Deutschland (zurück)gekommen, entscheidet er sich als junger Erwachsener 1967, nach Israel auszuwandern – um bereits zwei Jahre später wieder nach Deutschland zurückzukommen und zu bleiben.

Brumlik studierte in Frankfurt am Main Pädagogik, Philosophie und Sozialwissenschaften, war als wissenschaftlicher Assistent in Göttingen und Mainz, dann als Assistenzprofessor in Hamburg tätig, bevor er 1981 einen Ruf an die Universität Heidelberg erhielt. 2000 übernahm er eine Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Dort leitete er außerdem in den Jahren 2000 bis 2005 das Fritz-Bauer-Institut.

Micha Brumlik – heute eine der bedeutendsten Stimmen im deutsch-jüdischen Dialog – unterzieht in seinem Augsburger Vortrag „Kein Weg als Deutscher und Jude“ seine 1996 erschienenen Aufzeichnungen, die noch in den Jahren in Heidelberg entstanden, einer kritischen Relektüre.

Brumliks Abendvortrag am 23. Februar im Jüdischen Kulturmuseum eröffnet zugleich die deutsch-israelische Nachwuchstagung „Rückkehr-Erzählungen. Über die (Un)Möglichkeit nach 1945 als Jude in Deutschland zu leben“: Am 24. und 25. Februar 2015 werden auf dieser von Prof. Dr. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg) und Prof. Dr. Yfaat Weiss (Neuere Geschichte, Franz-Rosenzweig-Zentrum an der Hebrew University Jerusalem) geleiteten Tagung fünfzehn junge deutsche und israelische Literatur- und Geschichtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die Ergebnisse vorstellen, die sie im gemeinsamen Gespräch erarbeitet haben. Im Rahmen dreier größerer Workshops, die während der beiden vergangenen Jahre in Augsburg und Jerusalem stattfanden, diskutierten sie unter dem Projekttitel „Jüdische Literatur und Kultur in Deutschland nach 1945“ einschlägige Texte der (deutsch-)jüdischen Literatur zu Fragen des Exils und der Remigration.

Termine:

23. Februar 2015, 18.00 Uhr
„Kein Weg als Deutscher und Jude – eine Relecture nach zwanzig Jahren“ – Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik
Ort: Festsaal des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg
Eintritt: frei

24, Februar 2015, 8.45 bis ca. 19.00, und 25. Februar 2015, 9.00 bis ca. 16.00 Uhr
„Rückkehr-Erzählungen. Über die (Un)Möglichkeit nach 1945 als Jude in Deutschland zu leben“ – Internationale und interdisziplinäre Tagung der Universität Augsburg und des Franz-Rosenzweig-Minerva-Zentrums der Hebrew University of Jerusalem unter Leitung von Prof. Bettina Bannasch (Augsburg) und Prof. Yfaat Weiss (Jerusalem)
Ort: Ausstellungsraum im Hollbau des Evangelischen Forums Annahof, Im Annahof 4, 86150 Augsburg
Eintritt: frei

Ausführliches Tagungsprogramm/Tagungsposter zum Download

http://idw-online.de/de/attachmentdata43187.pdf

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Februar 19th, 2015 at 7:25 am

Böll Stiftung| Die Anschläge von Paris und die Zukunft der offenen Gesellschaft

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Gedenken in Paris am 7. Januar 2015. Foto: Petit_louisCreative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Terroranschläge in Paris Anfang Januar auf die Pariser Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt haben die europäische Öffentlichkeit in Schrecken versetzt. Das Attentat zielte auf das Herzstück der Demokratie: die Presse- und Meinungsfreiheit und hat die Debatte über Grundfragen des Zusammenlebens in liberalen Gesellschaften neu entfacht.

Am 9.2.2015 diskutierten Pascal Bruckner (Schriftsteller, Paris), Micha Brumlik(Publizist, Berlin), Thierry Chervel (Journalist, Perlentaucher, Berlin) und Lamya Kaddor (Islamwissenschaftlerin, Münster) die Folgen dieses Anschlags, moderiert von Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin).

Welche Debatten hat dieser brutale Überfall in Frankreich und in den europäischen Nachbarländern ausgelöst? Wie artikulieren sich die verschiedenen intellektuellen, politischen und religiösen Kräfte? Welche politischen Schlussfolgerungen sind aus diesem Anschlag zu ziehen? Wie verteidigen wir die Werte der liberalen Demokratie gegen islamistische Strömungen, die unseren Gesellschaften den Kampf angesagt haben, ohne die anwachsende Islamophobie zu füttern? Und: Was bedeutet dieser Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit für die Publikationspraxis und -freiheit der Medien in Europa, wie reagieren sie?

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Kulturmagazin Perlentaucher und dem internationalen literaturfestival berlin statt.

Quelle: Böll-Stiftung

70 Jahre nach Auschwitz – 27. Januar 2015

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Holocaust-gedenktag-2_01

 

Teilnehmer der Pressekonferenz am 26. Januar 2009 in Berlin

Im Wortlaut: „Vermächtnis der Überlebenden“

Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen

Wir, die Unterzeichnenden, Überlebende der deutschen Konzentrationslager, Frauen und Männer, vertreten Internationale Häftlingskomitees der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos. Wir gedenken unserer ermordeten Familien und der Millionen Opfer, die an diesen Orten der Asche getötet wurden. Ihre Verfolgung und Ermordung aus rassischen, politischen, religiösen, sozialen, biologischen und ökonomischen Gründen und ein verbrecherischer Krieg haben die Welt an den Rand des Abgrunds geführt und eine schreckliche Bilanz hinterlassen.

Nach unserer Befreiung schworen wir eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen: Wir haben uns engagiert, um eine Wiederkehr dieser unvergleichlichen Verbrechen zu verhindern. Zeitlebens haben wir Zeugnis abgelegt, zeitlebens waren wir darum bemüht, junge Menschen über unsere Erlebnisse und Erfahrungen und deren Ursachen zu informieren.

Gerade deshalb schmerzt und empört es uns sehr, heute feststellen zu müssen: Die Welt hat zu wenig aus unserer Geschichte gelernt. Gerade deshalb müssen Erinnerung und Gedenken weiterhin gleichermaßen Aufgabe der Bürger und der Staaten sein.

Die ehemaligen Lager sind heute steinerne Zeugen: Sie sind Tatorte, internationale Friedhöfe, Museen und Orte des Lernens. Sie sind Beweise gegen Verleugnung und Verharmlosung und müssen auf Dauer erhalten werden. Sie sind Orte der wissenschaftlichen Forschung und des pädagogischen Engagements. Die pädagogische Betreuung der Besucher muss ausreichend gewährleistet sein.

Die unvergleichlichen Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten – erinnert werden muss in diesem Zusammenhang vor allem an den Holocaust – geschahen in deutscher Verantwortung. Deutschland hat viel zur Aufarbeitung seiner Geschichte getan. Wir erwarten, dass die Bundesrepublik und ihre Bürger auch in Zukunft ihrer Verantwortung in besonderem Maße gerecht werden.

Aber auch Europa hat seine Aufgabe: Anstatt unsere Ideale für Demokratie, Frieden, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte durchzusetzen, wird Geschichte nicht selten benutzt, um zwischen Menschen, Gruppen und Völkern Zwietracht zu säen. Wir wenden uns dagegen, dass Schuld gegeneinander aufgerechnet, Erfahrungen von Leid hierarchisiert, Opfer miteinander in Konkurrenz gebracht und historische Phasen miteinander vermischt werden. Daher bekräftigen wir den von der ehemaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments und Auschwitz-Überlebenden Simone Veil vor dem Deutschen Bundestag 2004 ausgesprochenen Appell zur Weitergabe der Erinnerung: „Europa sollte seine gemeinsame Vergangenheit als Ganzes kennen und zu ihr stehen, mit allen Licht- und Schattenseiten; jeder Mitgliedstaat sollte um seine Fehler und sein Versagen wissen und sich dazu bekennen, mit seiner eigenen Vergangenheit im Reinen zu sein, um auch mit seinen Nachbarn im Reinen sein zu können.“

Unsere Reihen lichten sich. In allen Instanzen unserer Verbände, auf nationaler wie internationaler Ebene, treten Menschen an unsere Seite, um die Erinnerung aufzunehmen: Sie geben uns Vertrauen in die Zukunft, sie setzen unsere Arbeit fort. Der Dialog, der mit uns begonnen wurde, muss mit ihnen fortgeführt werden. Für diese Arbeit benötigen sie die Unterstützung von Staat und Gesellschaft.

Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen.

Dies sei unser Vermächtnis.
Berlin, 25. Januar 2009

 

Noach Flug (Jerusalem)
Internationales Auschwitz Komitees

Sam Bloch (New York)
World Federation of Bergen-Belsen

Bertrand Herz (Paris)
Internationales Buchenwald Komitee

Max Mannheimer (München)
Internationales Dachau Komitee

Uri Chanoch (Jerusalem)
Internationales Komitee Nebenlager Dachau

Jack Terry (New York)
Internationales Flossenbürg Komitee

Albert van Hoey (Brüssel)
Internationales Komitee Mittelbau-Dora

Robert Pincon (Tours)
Internationales Neuengamme Komitee

Annette Chalut (Paris)
Internationales Ravensbrück Komitee

Pierre Gouffault (Paris)
Internationales Sachsenhausen Komitee

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Januar 26th, 2015 at 10:23 pm

Micha Brumlik| „Wie hast Du’s mit der Religion“ – Keynote zum religionspolitischen Kongress der GRÜNEN in Düsseldorf am 17.1. 2015

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Micha Brumlik

„Wie hast Du’s mit der Religion“ – Keynote zum religionspolitischen Kongress der GRÜNEN in Düsseldorf am 17.1. 2015

„Nun sag wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“

Nun sind die GRÜNEN bekanntlich kein Mann, ein herzensguter schon gar nicht, aber die Frage, die Goethe 1808 Gretchen ihrem Verführer Heinrich Faust stellen ließ, beschäftigt Gesellschaften unseres Typs nach den mörderischen freiheits- und judenfeindlichen Anschlägen von Paris immer stärker. Das gilt – wie die zahlreichen Teilnehmerinnen an diesem Kongress zeigen, auch und zumal für die GRÜNEN, daher: Wie halten, wie hielten es die GRÜNEN mit der Religion?

Das ist nicht schwer zu beantworten. Am Anfang jedenfalls stand – daran ist ein vernünftiger Zweifel kaum möglich – ein religiöses, genauer gesagt ein theologisches Motiv. Als sich die Partei „Die Grünen“ am 13.Januar 1980, vor fünfunddreißig Jahren in Karlsruhe gründete, verschrieb sie sich den Prinzipien: „sozial basisdemokratisch, ökologisch, gewaltfrei“. Viele, die sich damals der neuen Partei anschlossen, deuteten das, was im Parteiprogramm mit dem Begriff „ökologisch“ umschrieben wurde, religiös: ging es angesichts des sauren Regens, sterbender Wälder sowie einer möglicherweise auf Jahrhunderte verstrahlten Umwelt um die „Bewahrung der Schöpfung“ – so in Westdeutschland. Anders im Osten des geteilten Deutschland: die erstmals im Februar 1988 in der DDR stattfindende Ökumenische Versammlung – sie stand unter dem Motto  „für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ – gehört zu den Auslösern der friedlichen Revolution und zu den Ursprüngen von „Bündnis 90“, das in der DDR – anders als in der Bundesrepublik DIE GRÜNEN – von Mitgliedern der Kirchen geprägt wurde.

Als der religionspolitische Kongress von „Bündnis 90/Die Grünen“, den wir heute eröffnen, vor Wochen und Monaten geplant wurde, dachte noch niemand an das, was nach den mörderischen Attentaten von Paris gegen die Mitarbeiterinnen von Charlie Hebdo sowie gegen Polizisten und unbeteiligte Jüdinnen und Juden unübersehbar deutlich geworden ist: an die im wahrsten Sinne des Wortes unheimliche Kraft von Religion – und das in einer Zeit, in der jedenfalls hierzulande die Kirchen kontinuierlich an Mitgliedern verlieren und Soziologen gleichwohl mit guten Gründen von einer „postsäkularen Gesellschaft“ sprechen.

Ja, es geht um eine unheimliche Kraft – im Bösen wie im Guten: denn auf den Schock des religiös motivierten Massenmordes folgte nicht nur die beeindruckende und ermutigende zivilgesellschaftliche Reaktion des republikanischen Frankreich mit Millionen auf den Strassen, sondern weltweit – nicht zuletzt in Deutschland – das ebenfalls religiös gespeiste Bekenntnis von Juden, Christen und Muslimen zu Toleranz und bürgerlicher Freiheit. Davon zeugte zumal die Mahnwache muslimischer Verbände vor dem Brandenburger Tor am 13. Januar.

Damit sind wir in Deutschland und seinen religionspolitischen Problemen angelangt. Doch bevor sie näher erörtert werden, ist es unumgänglich, einen Blick auf die religionspolitische Verfasstheit unseres Landes zu werfen. Religion stellt in den auch postkolonialen Einwanderungsgesellschaften Europas einen immer größer werdenden Konfliktfaktor und zumal für radikaldemokratische Parteien wie die GRÜNEN eine besondere Herausforderung dar: sollen die durch widerstreitende weltanschauliche Überzeugungen entstehenden, bisweilen gewaltsamen Konflikte mit den sanktionsbewehrten Mitteln des Rechts oder nicht doch besser durch den organisierten Diskurs der Zivilgesellschaft moderiert oder eingedämmt werden? Wie ist es angesichts dieser Situation um die politische Kultur Deutschlands bestellt?

Im Unterschied zu den aus dem Geist der europäischen Aufklärung gegründeten Staaten des republikanischen Frankreich und der USA ist die Bundesrepublik Deutschland ihrer Verfassung gemäß kein laizistischer Staat, sind also Staat und Kirche nicht streng getrennt. Davon zeugt nicht nur die Praxis des Kirchensteuereinzugs durch staatliche Finanzämter, sondern vor allem ein Verfassungsartikel, der weltweit seinesgleichen suchen dürfte:

„Der Religionsunterricht“ so Artikel 7 (3) Grundgesetz „ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechts wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.“

Die Zeit, zu erläutern, wie es zu diesem deutschen Sonderweg der Verfassungsentwicklung gekommen ist, steht jetzt nicht zur Verfügung und wäre – eventuell im Zuge des Lutherjubiläums 2017 – auf einer eigenen Tagung zu klären. Auf jeden Fall:  Diese einmalige Privilegierung eines bestimmten Schulfaches findet ihre Ergänzung nicht nur im Steuer- sondern auch im Arbeitsrecht – mit sehr weitgehenden Tendenzschutzklauseln kirchlicher Arbeitgeber, die die Position der Arbeitnehmer und ihrer Organisationen stark beeinträchtigen – sondern auch in der Ausbildung professioneller Theologen, die hierzulande –im Unterschied zu etwa Frankreich oder den USA – nicht an speziellen, oft isolierten kirchlichen Hochschulen, sondern an öffentlichen Universitäten in Kontakt und Konfrontation mit säkularen Wissenschaften studieren.

Religionspolitisch – und nicht etwa theologisch oder weltanschaulich – müssen wir uns daher fragen, welchem der drei hier erwähnten Verfassungsmodelle: dem us.amerikanischen, dem französischen oder dem deutschen Modell der Vorzug zu geben ist. Ich plädiere für das deutsche Modell: und zwar aus genau jenem Grund, der gesinnungsethisch, rein gewissensorientierten Bürgern ein Dorn im Auge sein muß: tatsächlich hält das deutsche Staatskirchen– neuerdings sprechen wir von Religionsverfassungsrecht – den Fundamentalismus, der in den USA nicht zuletzt von christlich-evangelikaler Seite die Stabilität von Staat und Gesellschaft erheblich gefährdet, in Zaum. Und zwar deshalb, weil sowohl Kirchen als auch Geistlichen sowohl ob ihrer Einbindung in das staatliche und kommunale Sozialwesen als auch ob ihres Kontakts mit den säkularen Wissenschaften jene Isolation und Selbstausgrenzung unmöglich gemacht wird, die zu Fundamentalismus führt. Daß das die Reinheit der jeweiligen Lehren beeinträchtigt und zu Kompromissen nötigt, ist unübersehbar. Es ist nur scheinbar ein Paradox, daß die Menschen in den USA sehr viel religiöser, also gläubiger sind als in Deutschland.

Kaum anders ist die Lage in Frankreich, wo die seit 1905 verfügte, strikte Trennung zwischen Staat und Kirche die Auseinandersetzung mit religiös geprägten Haltungen im staatlichen Bildungssystem unmöglich macht. Zwar existiert dort ein ausgedehntes – meist, aber nicht nur – katholisches  Privatschulwesen, das aber nicht nur wegen seiner meist hohen Gebühren und seines Schichtbias zumal Einwanderern aus muslimisch geprägten Ländern nicht zugänglich ist.

Daher spricht aus religionspolitischen, funktionalistischen Gründen nichts für eine Aufhebung oder Abschaffung des deutschen Religionsverfassungsrechts, für die sich – so wie die Dinge derzeit und auf nicht absehbare Zeit stehen – ohnehin keine verfassungsändernden parlamentarischen Mehrheiten finden werden, sondern alles für seine Fortentwicklung und Korrektur.

Und zwar in mehreren Hinsichten: in bildungspolitischer, in arbeits-, aber auch strafrechtlicher sowie schließlich in gesellschaftspolitscher Hinsicht. In all diesen Bereichen manifestiert sich die individuelle positive oder negative sowie die korporative Religionsfreiheit in einem anderen Spannungsverhältnis. Daher:

– in bildungspolitischer Hinsicht sind jene Initiativen zur Ausbildung muslimischer Religionslehrerinnen auf akademischem Niveau, als auch zum Erteilen regulären, grundgesetzkonformen islamischen Religionsunterrichts wie sie derzeit in Hessen,in Frankfurt am Main als auch in Niedersachsen, in Nordhein-Westfalen, in Münster und Osnabrück sowie in Baden-Württemberg ergriffen worden sind, im Rahmen des deutschen Bildungsföderalismus zu stärken, auszubauen und in allen Bundesländern umzusetzen;

– in arbeitsrechtlicher Hinsicht ist die unzeitgemäße Privilegierung kirchlicher Träger durch §118 Betriebsverfassungsgesetz zumal in Institutionen sozialer Arbeit auf jenes Maß zurückzuführen, das auch anderen weltanschaulich und politisch verpflichteten Institutionen wie Parteien und Vereinen als Tendenzschutz zusteht. So wenig solchen Vereinen zuzumuten ist, Personen zu beschäftigen, die ihren erklärten Zielen zuwiderhandeln, so sehr kann es nicht sein, daß Kirchen und Religionsgemeinschaften auf der Basis von §118 Betriebsverfassungsgesetz den persönlichen, strafrechtlich nicht belangbaren Lebenswandel, etwa gleichgeschlechtlicher, unehelicher Partnerschaften oder des Tragens von Kopftüchern ihrer Mitarbeiterinnen bei ansonsten korrekter Erfüllung ihrer Aufgaben zum Anlaß einer Kündigung nehmen; ebensowenig ist es mit sozialstaatlichen Grundsätzen vereinbar, daß die Koalitionsfreiheit von Mitarbeitern in kirchlichen Betrieben – Streikrecht ! – eingeschränkt ist.

– auch über strafrechtliche Aspekte ist – spätestens nach dem mörderischen Anschlag auf „Charlie Hebdo“ – noch einmal nachzudenken und – ja – auch öffentlich über das Verhältnis von Freiheit der Kunst hier und künstlerischer Meinungsfreiheit zu streiten. So ist zum Beispiel sehr die Frage, ob nicht manche Karikatur von „Charlie Hebdo“ einem nach deutschem Recht nicht strafrechtlich zu verfolgen gewesen wäre, heißt es doch in § 166 StgB (1)

„(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Immerhin ist darauf hinzuweisen, daß aufgrund dieses Paragraphen kaum noch Verfahren eingeleitet worden sind, gleichwohl dazu zwei Beispiele: Unter Bezug auf diesen Paragraphen wurden 1994 die Darstellung gekreuzigter Schweine und die Aufführung des Musicals Das Maria-Syndrom von Michael Schmidt-Salomon verboten, in dem eine (neuzeitliche) „Marie“ durch eine verunreinigte Klobrille befruchtet wird und daraufhin ein Fall von „Jungfrauengeburt“ eintritt. Zudem wurde im vergangenen Jahr wurde ein Mann namens Michael Stürzenberger zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt, weil er sich auf dem Weblog Politically Incorrectso äußerte:

„Der Islam ist wie ein Krebsgeschwür, das die (noch) freien Völker dieses Planeten zersetzt und nach und nach mit dem Gift dieser brandgefährlichen, intoleranten, frauenfeindlichen, gewalttätigen und machthungrigen Ideologie infiziert.“

-in gesellschaftspolitischer Hinsicht schließlich war es 2012 die Beschneidungsdebatte, die für öffentliche Aufregung sorgte: kann und soll eine medizinisch nicht notwendige Körperverletzung an Knaben zulässig sein? Widerspricht diese Praxis nicht dem höchsten Prinzip des deutschen Rechts, der „Würde des Menschen“, hier der unbedingten Schutzwürdigkeit auch des menschlichen Leibes? Der im 12.12.2012 vom Deutschen Bundestag neu beschlossene Artikel 1631 d setzte diesen Auseinandersetzungen ein vorläufiges, den gesellschaftlichen Frieden, den ordre public ,wahrendes Ende:

„(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.“

Artikel 2 dieses Gesetzes legt fest, daß der Eingriff nach den Regeln der medizinischen Kunst zu erfolgen hat.

Bei alledem – und ich komme zu einer letzten Bemerkung – sollten wir uns darüber im Klaren sein, daß es  – jedenfalls in unseren Breiten – die dem Judentum und der Antike entstammenden monotheistischen Religionen gewesen sind, die unserer Kultur der Moderne, zu der auch die Aufklärung zählt, ihre Basis gegeben haben. Wer die Bibel nicht kennt, braucht erst gar nicht in ein Museum alter Kunst zu gehen. Ich habe mich darum sehr über die Äusserung eines der klügsten jüngeren deutschen Philosophen, Markus Gabriels aus Bonn, gewundert, der in der Festtagsausgabe der taz vom 24. Dezember vergangenen Jahres ganz richtig zwar „Hoffnung“ als anthropologische Grundtatsache beschrieben hat, dann allerdings im Tonfall vulgärsten weltanschaulichen Atheismus zu Protokoll gab:

„Das Christentum hat sich, historisch gesehen, die Hoffnung gehijackt, wie es das mit so vielen Begriffen getan hat. Es sagt jedoch nichts darüber, daß die Dinge anders sein könnten.“

Blöde ist diese Äusserung, weil menschliche Grundtatsachen wie Angst, Hoffnung, Liebe – gerade anthropologisch gesehen – überhaupt nicht anders als in kulturellen Rahmen, in symbolischen Formen, nicht zuletzt der Religion vorkommen können. Hoffnung auf Veränderung, auf eine bessere, menschenwürdige Welt bedarf – wie nicht zuletzt der Philosoph der Hoffnung, Ernst Bloch gezeigt hat – der Bilder, Erzählungen, der Rituale und auch der Institutionen. Angesichts der unrühmlichen Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts mit seinen mörderischen, religionsfeindlichen und radikalsäkularen Weltanschauungen von nationalsozialistischem Sozialdarwinismus und Stalinismus sollten wir daher pfleglich mit dem zweideutigen, ambivalenten Erbe der Religionen umgehen.

Bedenken wir daher am Ende einen Grundbegriff jedenfalls der jüdischen und der christlichen Tradition – den Begriff der Erlösung. Ihm hat der von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertriebene und dann zurückgekehrte Philosoph Theodor W. Adorno – es geht jetzt nicht um den notorisch optimistischen Ernst Bloch – kurz nach dem Krieg in seinen „Minima Moralia“ eine bemerkenswerte Überlegung gewidmet. Diese Überlegung zitierend will ich schließen und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Unter dem Titel „Zum Ende“

„Zum Ende. Philosophie“ so Adorno 1951 „wie sie im Angesicht der Verzweiflung einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung aus sich darstellten. Erkenntnis hat kein Licht, als das von der Erlösung her auf die Welt scheint……Perspektiven müßten hergestellt werden, in denen die Welt ähnlich sich versetzt, verfremdet, ihre Risse und Schründe offenbart, wie sie einmalbedürftig und entstellt im Messianischen Licht daliegen wird…“

 

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Januar 19th, 2015 at 6:27 pm

Frankfurt| „Schon wieder – Antisemitische Parolen auf deutschen Straßen“ | 23. September, 19 Uhr, ins Casino der Stadtwerke

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„Schon wieder – Antisemitische Parolen auf deutschen Straßen“
Podiumsdiskussion der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums

Bei großen Demonstrationszügen in Deutschland wurden in diesem Sommer immer wieder judenfeindliche Parolen gerufen. Veranstalter dieser Demonstrationen waren keineswegs die bekannten rechtsextremistischen Parteien oder Gruppierungen.

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums nimmt diese Vorgänge zum Anlass, am Dienstag, 23. September, 19 Uhr, ins Casino der Stadtwerke, Kurt Schumacher Straße 8, zur Diskussion „Schon wieder – Antisemitische Parolen auf deutschen Straßen“ einzuladen.

Auf dem Podium: Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist; Daniel Cohn-Bendit, Publizist und Politiker der Grünen; Stefanie Schüler-Springorum, Historikerin und Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin; ab. Esther Schapira, Ressortleiterin der Abteilung Zeitgeschichte beim HR Fernsehen, wird die Diskussion moderieren.
Um Anmeldung wird gebeten bei Christine Wern, Telefon (069)21234856, E-Mail:christine.wern@stadt-frankfurt.de .

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September 17th, 2014 at 1:37 pm

ND| »Erziehung als Zucht«

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Im Jubiläumsjahr bearbeitet die Frankfurter Goethe-Universität auch ein düsteres Kapitel ihrer Geschichte

Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde vor einhundert Jahren gegründet. Zwölf Jahre davon wurde auch sie zur Stätte braunen Ungeistes. Etliche NS-Akteure setzten ihre Karriere nach 1945 fort.

Die einhundertste Wiederkehr ihrer Gründung 1914 feiert die Frankfurter Goethe-Universität mit zahlreichen akademischen und öffentlichen Veranstaltungen. Lehrende und Studierende beleuchten im historischen Rückblick auch die Zeit zwischen 1933 und 1945, als die Stätte humanistischer Bildung zu einem Zentrum völkisch-menschenfeindlichen Ungeistes pervertierte. Dabei engagiert sich die 2012 gegründete Forschungsstelle NS-Pädagogik unter der Leitung der Professoren Micha Brumlik und Benjamin Ortmeyer für die Aufklärung der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Erziehungswissenschaft im NS-Staat und verfolgt die Entwicklungslinien bis in die bundesdeutschen Nachkriegsjahre hinein.

Die sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen prägten die Frankfurter Universität von Anfang an – finanziert mit Stiftungsgeldern, darunter von zahlreichen jüdischen Stifter, war in Goethes Geburtsstadt eine Stätte freien Geistes entstanden. Ein Schwerpunkt ist die anthropologische Philosophie und systematische Erziehungswissenschaft. Denn wer den Erzieherberuf ergreift, braucht eine Zielvorstellung: Ist das Menschenbild von Selbstbestimmung und kritisch reflektierter Verantwortung bestimmt – oder primär von der Vorstellung als passfähiges Teil eines übergeordneten kollektiven Ganzen? Diese Fragen verlangen weltanschauliche Grundsatzentscheidungen.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer, kürzlich gehalten im Campus Westend, zielte ins Wirkzentrum der Nazi-Pädagogik: die Persönlichkeit und den Werdegang von Ernst Krieck. Der aktive NS-Ideologe besetzte im Mai 1933 das Rektorenamt für die Universität mit dem Namen Goethes. Er war damit der erste Nazi in dieser Führungsposition an einer deutschen Hochschule und avancierte in den Folgejahren zur maßgebenden fachlichen Autorität in Hitlers Reich. »Erziehung als Zucht« – mit diesem Zitat kennzeichnete Ortmeyer die Leitlinie Krieck´scher pädagogischer Grundlagenwissenschaft und zeigte auf, wie sie durchgesetzt wurde. Krieck hatte sofort nach Amtseinführung Zwangsmaßnahmen gegen politische Gegner unter den Kollegen sowie gegen jüdische Studierende eingeleitet und alle Universitätsangehörigen aufgefordert, an der Bücherverbrennung im Mai 1933 auf dem Römerberg teilzunehmen. Er stehe damit weit außerhalb jener Reihe von »Säulenheiligen« der Reformpädagogik wie Eduard Spranger oder Peter Petersen, betonte Ortmeyer. Dennoch gäbe es historische wie systemische Zusammenhänge.

In den letzten Jahren des Kaiserreichs und den ersten der Weimarer Republik folgte der 1882 geborene praktizierende und publizierende Volksschullehrer Ernst Krieck zunächst dem bildungstheoretischen Mainstream. Er war vom deutschen Idealismus und dessen Exponenten Immanuel Kant und Friedrich Hegel begeistert. Am geisteswissenschaftlichen Bildungsideal orientierten sich gleichfalls die bis heute einflussreichen Größen des Fachs wie Eduard Spranger oder Peter Petersen. Deren pädagogische Grundlegung mit der Wertsetzung auf Gemeinschaft sollte sich jedoch als allzu anschlussfähig für Hitlers »Volksgemeinschaft« erweisen. Und ihre Verfechter, darunter wiederum Spranger und Petersen, taten sich aktiv und willfährig mit naziverherrlichenden und judenfeindlichen Ausfällen hervor. Ortmeyer hat dies in seiner 2009 erschienenen Habilitationsschrift dargelegt und mit reichem Quellenmaterial fundiert.

Vollständiger Artikel

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Juli 10th, 2014 at 3:19 am

Anlässlich seines 111. Geburtstags ehrt das Frankfurter Logenhaus Dr. Fritz Bauer

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Die Veranstalter der folgenden Geburtstagsfeier baten uns, die Einladung auch an Sie alle weiterzuleiten, was wir hiermit gerne tun!
Seien Sie alle herzlich willkommen! 
Eine Anmeldung können wir wg. des grossen Interesses nur empfehlen. Bitte richten Sie diese an e.panne@mac.com.

Anlässlich seines 111. Geburtstags ehrt das Frankfurter Logenhaus Finkenhofstraße 17 

Dr. Fritz Bauer

Der ehemalige Hessische Generalstaatsanwalt und große Humanist (1903 – 1968)
wird an seinem Geburtstag, Mittwoch, den 16.7.2014, gewürdigt.

Die feierliche Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr im Großen Saal des Logenhauses.

Der mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnete Dokumentarfilm

Fritz Bauer – Tod auf Raten
http://fritz-bauer-film.de

der preisgekrönten Regisseurin Ilona Ziok wird an diesem Abend wieder in Frankfurt am Main aufgeführt.
Seit seiner aufsehenerregenden Weltpremiere auf der Berlinale 2010 tourt der Film
nun im 5. Jahr erfolgreich durch Deutschland und um die Welt.

Umrandet wird der feierliche Abend von einem kurzen musikalischen Beiprogramm,
in dem gemeinsam bekannte Widerstands- und KZ-Lieder gesungen werden,
um so an Fritz Bauer zu erinnern, der vom Verfolgten des NS-Regimes zum Verfolger von NS-Verbrechern wurde, und in seinem Sinne der unzähligen Opfer der Nazis sowie der Mutigen im Widerstand gegen Hitler zu gedenken.

Die vorgesehenen Lieder:
Die Gedanken sind frei – Trotz alledem und alledem – Das Buchenwaldlied – Sag mir, wo die Blumen sind – We Are The World
Das Musikprogramm wird aufgezeichnet und in Ausschnitten mit Liedern bekannter Sänger kombiniert
als Bonus-CD zu der geplanten DVD des Films Ende des Jahres erscheinen.

Eine Diskussion über das Geburtstagskind mit spannenden Gästen ergänzt diese besondere Feier.

Written by lbucklitsch

Juli 8th, 2014 at 7:43 pm

Micha Brumlik| ZEHN JAHRE KEUPSTRASSE „Hoffe, dass der Druck auf die Sicherheitsdienste zunimmt“

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ZEHN JAHRE KEUPSTRASSE

„Hoffe, dass der Druck auf die Sicherheitsdienste zunimmt“ (Beitrag hören)

Micha Brumlik im Gespräch mit Birgid Becker

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Ende 2011 kam heraus, dass der Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße vor zehn Jahren vermutlich auf das Konto der Neonazi-Gruppe NSU geht. Die Gedenkfeiern zum Anschlag gehen heute zu Ende. Es sei dringend nötig, dass es mit dem Kölner Fest eine starke zivilgesellschaftliche Reaktion auf rassistisches Unwesen gebe, sagte der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik im DLF.

Er hoffe, dass die verschiedenen NSU-Untersuchungsausschüsse sowohl in den Landtagen als auch auf Bundesebene dafür sorgen, dass der Druck auf die sogenannten Sicherheitsdienste zunehme. Man habe nämlich unter anderem durch die verschiedenen Ausschüsse durchaus den Eindruck gewinnen können, dass die Dienste diese rassistischen Verbrechen mindestens billigend in Kauf genommen hätten.

Von dem Instrument Untersuchungsausschuss erwarte er nicht nur eine rückhaltlose Aufklärung, sagte Brumli weiter, sondern auch, dass die Ergebnisse in Gesetze mündeten. Es dürfe nicht mehr zulässig sein, dass V-Leute straffällig würden und dass das strafrechtlich nicht verfolgt werde.

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Juni 9th, 2014 at 8:32 pm

Mäzene, Gelehrte, Bürger: Jüdisches Engagement und jüdische Gelehrsamkeit in Frankfurt

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„Mäzene, Gelehrte, Bürger: Jüdisches Engagement und jüdische Gelehrsamkeit in der Frankfurter Universitätsgeschichte“ ist das Thema eines öffentlichen Symposiums, zu dem interessierte Bürger und Wissenschaftler vom 25. bis 27. Mai ins Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde und die Goethe-Universität eingeladen sind. Zum Auftakt hält der Vorsitzende des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Prof. Dr. Salomon Korn, den Festvortrag über das jüdische Mäzenatentum und die Gründung der Universität in Frankfurt.

Dieser Festakt, bei dem u.a. Dr. Andrei Mares als Vorsitzender des Gemeinderats der Jüdischen Gemeinde, und Universitätspräsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl sprechen werden, findet statt am Sonntag (25. Mai) um 17 Uhr im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde.

Der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Frankfurt kommt im Kontext der Gründung der Frankfurter Universität vor 100 Jahren besondere Bedeutung zu: Individuelle jüdische Stifterinnen und Stifter sowie jüdische Stiftungen spielten nicht nur für die Finanzierung der jungen Universität eine herausragende Rolle. Sie legten auch den Grundstein für die besondere Liberalität und Offenheit der Hochschule. Eine ganze Reihe von Instituten und Lehrstühlen im Bereich der Medizin, der Naturwissenschaften, der Sozialforschung, der Geschichtswissenschaften und der Philosophie verdanken ihre Gründung großzügigen Mäzenen, und auch nach ihrer Errichtung erfreute sich die Universität der Unterstützung der jüdischen Bürgerschaft. „Mit diesem Engagement war vor allem auch die Hoffnung verbunden, in Frankfurt könnten jüdische Gelehrte fortan, frei von religiösen Schranken und sozialer Diskriminierung, selbstverständlich und gleichberechtigt am akademischen Leben teilhaben“, erläutert Prof. Christian Wiese, seit 2010 Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, der für diese Tagung federführend verantwortlich ist.

Kooperationspartner sind die Jüdische Gemeinde Frankfurt, das Jüdische Museum Frankfurt und die Hebraica- und Judaica Abteilung der Frankfurter Universitätsbibliothek. Das Symposium gehört zum Programm anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Goethe-Universität.

Die Vorträge des Symposiums, die am Montag (26. Mai) und Dienstag (27. Mai) im Casino, Raum 1.801 auf dem Campus Westend stattfinden, betten die Frage nach der Rolle jüdischer Stiftungen, Stifterinnen und Stifter der Universität in Beiträge zur zeitgenössischen Geschichte der jüdischen Gemeinschaft Frankfurts ein. Dabei thematisieren sie u. a. die Rolle des Sozialpolitikers und Philanthropen Wilhelm Merton, des deutsch-amerikanischen Bankiers Jacob Schiff, des Unternehmers Arthur von Weinberg oder der Familie Rothschild. „Exemplarisch wird zudem die Geschichte der Wirksamkeit jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der aus jüdischen Stiftungen hervorgegangenen Institute in der Frankfurter Universitätsgeschichte vor und nach der Shoah erzählt“, ergänzt Wiese. Im Mittelpunkt stehen Gelehrte wie Martin Buber, der Orientalist Josef Horowitz oder der Soziologe Franz Oppenheimer, aber auch das Institut für Sozialforschung.

Darüber hinaus konnte der international renommierte amerikanische Historiker Prof. Dr. Michael A. Meyer für den Abendvortrag am Montag (26. Mai) um 19 Uhr gewonnen werden. Er spricht über die Rolle von Juden und Judentum an den deutschen Universitäten. Durchgehend spielt die Zäsur von 1933 eine wichtige Rolle: „Die Entlassung jüdischer Gelehrter, die Diskriminierung jüdischer Studierender und die Enteignung jüdischer Stiftungen gehört mit zum Erbe der Goethe-Universität“, so Wiese. Prof. Dr. Micha Brumlik reflektiert in einem abschließenden Abendvortrag am (Dienstag) 27. Mai (Beginn 18.15 Uhr) über die Auslöschung des jüdischen Teils der Frankfurter Universitätsgeschichte im Nationalsozialismus und die Schwierigkeiten eines Neuanfangs nach 1945.

Informationen: Prof. Dr. Christian Wiese, Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Fachbereich Evangelische Theologie, Campus Westend, Tel. (069) 798-33313/3342, c.wiese@em.uni-frankfurt.de; Dr. Stefan Vogt, Tel. (069) 798-32032, s.vogt@em.uni-frankfurt.de; das Programm im Detail: http://www2.uni-frankfurt.de/49851370/maezene

Weitere Informationen:
– http://www2.uni-frankfurt.de/49851370/maezene

Quelle: idw

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Mai 20th, 2014 at 4:48 am

»Gehört der Zionismus zum Judentum?« Micha Brumlik im Gespräch

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»Gehört der Zionismus zum Judentum? Eine Standortbestimmung im 21. Jahrhundert«

Eine Diskussionsveranstaltung am 15. September 2012 im Jüdischen Museum Berlin. Micha Brumlik im Gespräch mit Judith Butler, moderiert von Andreas Öhler.

Die Diskussion kreiste um die Fragen
„Gehört der Zionismus zum Judentum?“(2:08),
„Ist der Zionismus noch zu retten?“ (7:40) und
„Gibt es eine Ethik der Diaspora?“ (18:26).
Aus dem Publikum wurde u.a. gefragt:
„Sollten Produkte aus dem Westjordanland boykottiert werden?“ (1:01:38) und
„Gibt es eine theologische Dimension in Judith Butlers Ethik?“ (1:25:53)

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem ICI Kulturlabor Berlin
—————-
„Is Zionism an Integral Part of Judaism? Fixing Positions in the 21st Century“

A discussion on 15 September 2012 at the Jewish Museum Berlin.
Micha Brumlik talks with Judith Butler, moderated by Andreas Öhler

The discussion addressed the following questions:
„Is Zionism an integral part of Judaism?“ (2:08),
„Can Zionism be saved?“ (7:40) and
„Is there such a thing as a diasporic code of ethics?“ (18:26)
The audience asked:
„Should we boycott products from the West Bank?“ (1:01:38),
„Do Judith Butler’s ethics have a theological dimension?“ (1:25:53)

A discussion at the Jewish Museum Berlin in cooperation with the Institute for Cultural Inquiry, Berlin

Written by lbucklitsch

September 27th, 2012 at 7:25 am