Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

hessenschau| Streit um Playmobil-Luther mit Happy End

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Eine Bibelseite in der Hand der Luther-Playmobilfigur wird umgeschrieben: In der neuen Auflage der Bestseller-Figur entfällt ein Wort. Grund sind Proteste aus Hessen.

Mehr als 500.000 Mal ist der Playmobil-Luther über die Ladentheke gegangen, bis in die USA fand er Beachtung. Ein Wort auf einer vom Plastikmännchen aufgeschlagenen Bibelseite sorgte aber für Protest. Auf der linken Seite der Spielfigur-Bibel steht: „Bücher des Alten Testaments ENDE“.

Das „ENDE“ hatte Widerspruch des jüdischen Frankfurter Erziehungswissenschaftlers Micha Brumlik und des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung hervorgerufen. Jung hatte sich vom Wort „Ende“ irritiert gezeigt. Es könne so verstanden werden, dass das Alte Testament durch das Neue Testament abgelöst und damit abgewertet werde.

Antisemitische Auslegung

Brumlik kritisierte, dass die Figur das Alte Testament, also die Hebräische Bibel, für beendet und überwunden darstelle. Das hätten Antisemiten bis hin zu den „Deutschen Christen“ im Nationalsozialismus getan.

Nun ist der Streit beigelegt. In der nächsten Auflage werde das Wort „ENDE“ entfallen, sagte der Koordinator für die Reformationsdekade in der bayerischen Landeskirche, Pfarrer Christian Düfel. Die geänderte Variante werde ab Ende März vertrieben, kündigte die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg an.

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Written by lbucklitsch

Dezember 9th, 2016 at 9:23 pm