Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

nd| Fragen der Perspektive: Der »Expertenkreis Antisemitismus« droht sich zum Desaster zu entwickeln

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Für eine Fachkommission zum Antisemitismus beim Innenministerium wurde kein einziger jüdischer Vertreter benannt. Nun rufen Mitglieder des Gremiums nach einer Umbesetzung.
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Haben bisher im „Arbeitskreis Antisemitismus“ nicht viel zu melden: Juden

Volker Kauder, Thomas Oppermann, Gregor Gysi, Katrin Göring-Eckardt sowie Anton Hofreiter haben dieser Tage Post erhalten. Die Bildungsstätte Anne Frank sowie das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) an der TU Berlin wenden sich in einem gemeinsamen Brief an die Bundesfraktionschefs – in einer Angelegenheit, die sich zu einer Peinlichkeit entwickelt.

Es geht um die Besetzung jenes beim Bundesinnenministerium angesiedelten Expertenkreises, der als Nachfolger einer von 2008 bis 2011 aktiven Kommission erarbeiten soll, wie »Antisemitismus entschlossen zu bekämpfen und jüdisches Leben in Deutschland weiterhin nachhaltig zu fördern« sei. Die acht Mitglieder wurden vom Innenminister in Abstimmung mit den Fraktionschefs benannt. Die Auswahl stieß allerdings auf scharfe Kritik seitens gerade derjenigen, deren »Leben in Deutschland« durch die Kommission »gefördert« werden soll: Der Gruppe gehören weder Vertreter jüdischer Gemeinden oder Organisationen noch »Experten« an, die selbst jüdischer Herkunft sind.

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Written by lbucklitsch

Februar 24th, 2015 at 6:01 pm