Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

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Was gehört zu Deutschland? – Humanismus, Reformation und moderner Pluralismus 09./10.10.2015

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Was gehört zu Deutschland? – Humanismus, Reformation und moderner Pluralismus 09./10.10.2015

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Prof. Dr. Micha Brumlik, Prof. Dr. Hubert Cancik, Prof. Dr. Enno Rudolph, Dr. Horst Groschopp u.a.

Islamisch legitimierter Terror, Debatten über Beschneidungen und Kopftücher, Pegida und Co. sowie eine beständig wachsende Zahl konfessionsfreier Menschen in Deutschland lassen fragen: Wie zeitgemäß ist die deutsche Religions- und Weltanschauungspolitik?

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops werden Themen behandelt wie „Humanismus und Islam“, „Potentiale des Religions- und Weltanschauungsrechts in Deutschland“, „Herausforderungen für eine pluralistische Jugend- und Bildungsarbeit“.

Mit Blick auf die Lutherdekade „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“, die sehr stark die Errungenschaften des Protestantismus für die moderne Kultur akzentuiert, fragen wir nach den historischen Beiträgen des Humanismus zur Meinungs- und Religionsfreiheit und zum Pluralismus.

Beschlossen wird die Tagung mit einem politischen Podium von Vertreter_innen der Parteien des Bundestages.

Eine Veranstaltung der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das detaillierte Programm finden Sie unter: www.humanistische-akademie-berlin.de/tagungen

Freitag, 9. Oktober 2015

19.30-20.30 Uhr: Prof. Dr. Micha Brumlik Erziehungswissenschaftler und Publizist, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien BerlinBrandenburg:  „Öffentliches Wohl und Orientierung – Zur Zukunft der Religions- und Weltanschauungspolitik in Deutschland.“

Anmeldung unter:

Termin:
09. Oktober – 18.00 – 20.30 / 10. Oktober – 09.30-17.00 Uhr

Veranstaltungsort:
Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik, Ullsteinstr. 114 – 142, 12109 Berlin

Verkehrsverbindungen: U6, U-Bhf. Ullsteinstraße

Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg
Dr. Ralf Schöppner
Tel. +49 30 61 39 04 69

humanistische-akademie-berlin.de

Die Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg ist seit 1997 das Studien- und Bildungswerk des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg. Sie organisiert und fördert wissen­schaftliche Ver­anstal­tungen sowie weltanschauliche und politische Bildung, führt Forsch­ungs­vor­haben durch, archiviert, doku­mentiert und veröffentlicht wissenschaftliche Arbeitsergebnisse zum modernen Humanismus.

Written by lbucklitsch

August 18th, 2015 at 12:07 am

Deutschlandradio| PODIUMSDISKUSSION: „Jeder demokratische Staat muss im Grundsatz säkular sein“

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Moderation: Sebastian Engelbrecht

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Es ist der 9. Mai 2011, der Unabhängigkeitstag in Israel und ein orthodoxer Jude mit Hut telefoniert und blickt dabei auf den Boden, im Hintergrund die israelische Flagge, bestehend aus Lichterketten in der alten Stadt Jerusalem. Sie feiern den 63. Geburtstag des Beginns eines jüdischen Staates. ( imago/UPI Photo)
Es ist der 9. Mai 2011, der Unabhängigkeitstag in Israel und ein orthodoxer Jude mit Hut telefoniert und blickt dabei auf den Boden, im Hintergrund die israelische Flagge, bestehend aus Lichterketten in der alten Stadt Jerusalem ( imago/UPI Photo)

In der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin fand diese Woche eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst.

Philipp Gessler: Am Montag fand in der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Es diskutierten Rabbiner Tuvia Ben-Chorin von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Professor Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Ellen Ueberschär, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags sowie Professor Rainer Kampling vom Seminar für katholische Theologie der Freien Universität Berlin.

Moderiert hat die Diskussion Sebastian Engelbrecht vom Deutschlandradio. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst! Der Israel-Experte Stephan Vopel von der Bertelsmann Stiftung hat in den Abend eingeführt.

Stephan Vopel: Lassen Sie mich mit einer persönlichen Bemerkung beginnen! Es ist keineswegs selbstverständlich, denke ich, dass wir heute so miteinander sprechen können, Deutsche und Israelis. 70 Jahre nach dem Holocaust, 70 Jahre nach dem Kriegsende, 50 Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen ist es meiner Meinung nach ein kleines Wunder, wie gut, wie eng und in großen Teilen wie vertrauensvoll die Beziehungen zwischen Deutschland Israel und letztendlich die Beziehungen zwischen vielen Deutschen und vielen Israelis sind. Und das ist ein bisschen wie das halb volle oder halb leere Glas Wasser und ich glaube, wir werden immer wieder auch diese beiden Facetten nebeneinander abwiegen. Wir stehen aber hier auf einem keineswegs sicheren und unerschütterlichen Boden. Read the rest of this entry »

Written by lbucklitsch

Februar 22nd, 2015 at 10:49 pm

domradio|Experten: Staatlicher Religionsunterricht verhindert Extremismus: „Noch nie so notwendig wie heute“

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Experten der Pädagogik, Philosophie und Islamischen Theologie haben die Bedeutung des staatlichen Religionsunterricht unterstrichen.

Das im Vergleich zu anderen westlichen Ländern unübliche deutsche Unterrichtsmodell habe sich darin bewährt, religiösen Fundamentalismus „auch von christlich-anglikanischer Seite“ im Zaum zu halten, erklärte der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik am Samstag in Düsseldorf. Daher spreche „nichts für eine Abschaffung des deutschen Religionsverfassungsrechts“. Das Modell sorge dafür, dass sich die Kirche in der Gesellschaft nicht isoliere und selbst ausgrenze.

Der Philosoph Klaus Blesenkemper von der Universität Münster erklärte, der Unterricht in Sinn- und Wertfragen sei noch nie so notwendig wie heute gewesen. Wer als politisch Verantwortlicher bestehende Lücken im Angebot nicht schließen wolle, handele politisch unverantwortlich, sagte er auf einem religionspolitischen Kongress der Grünen. Praktische Philosophie und Religionsunterricht könnten gleichermaßen einen Beitrag zu einer „Kultur der Verständigung“ leisen. Kritisch bewertete Blesenkemper, dass die NRW-Landesverfassung als Ziel des Religionsunterrichts die „Ehrfurcht vor Gott“ ausgebe.

Identifikation ohne Kenntnis des Glaubens

Der Islamwissenschaftler Mouhanad Korchide unterstrich die Bedeutung von bekenntnisorientiertem islamischem Religionsunterricht, wie er inzwischen in drei Bundesländern – darunter auch NRW – eingeführt worden ist. „Immer mehr Jugendliche identifizieren sich stärker mit ihrem Glauben, wissen über den Glauben aber immer weniger“, sagte der Leiter des Zentrums für islamische Theologie an der Universität Münster. Salafisten nutzten diese Unwissenheit aus. Religionsunterricht müsse junge Menschen deshalb dazu befähigen, einen Zugang zum Glauben zu finden, der sie in ihrer Lebenswirklichkeit anspreche. Sie müssten zwischen menschenfreundlichen und -feindlichen Interpretationsangeboten unterscheiden lernen.

Mit Blick auf den Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sagte Brumlik, die „mörderischen Attentate“ hätten die „unheimliche Kraft der Religion im wahrsten Sinne des Wortes“ deutlich gemacht. Diese Kraft könne im Guten wie im Bösen wirken. Die Zivilgesellschaft habe auf den Anschlag mit ihrem Aufruf zu Toleranz und bürgerlicher Freiheit beeindruckend reagiert.

Quelle: DOM Radio

Written by lbucklitsch

Januar 18th, 2015 at 5:46 pm

evangelisch.de| Publizist Brumlik für Erhalt des gesetzlichen Religionsunterrichts

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Der Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik hat sich für einen Erhalt des grundgesetzlich verankerten Religionsunterrichts in Deutschland ausgesprochen.

Das im Vergleich zu anderen westlichen Ländern unübliche deutsche Modell habe sich darin bewährt, religiösen Fundamentalismus auch von christlicher Seite im Zaum zu halten, sagte Brumlik am Samstag in Düsseldorf auf einem rechtspolitischen Kongress der Grünen. „Es spricht nichts für eine Abschaffung des deutschen Religionsverfassungsrechts“, betonte Brumlik.

Das deutsche Modell sorge dafür, dass sich die Kirche in der Gesellschaft nicht isoliere und selbst ausgrenze, erklärte Brumlik. Das könnte sonst Fundamentalismus begünstigen. Korrekturen fordert Brumlik jedoch im Verhältnis von Kirche und Arbeitsrecht. Das Streikverbot für Mitarbeiter in kirchlichen Betrieben sei mehr als unzeitgemäß. Auch dürften sich kirchliche Arbeitgeber nicht für private Belange ihrer Beschäftigten interessieren.

Mit Blick auf den Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sagte Brumlik, die mörderischen Attentate hätten die „unheimliche Kraft der Religion im wahrsten Sinne des Wortes“ deutlich gemacht. Diese Kraft könne im Guten wie im Bösen wirken. Die Zivilgesellschaft habe auf den Anschlag mit ihrem Aufruf zu Toleranz und bürgerlicher Freiheit beeindruckend reagiert.

Quelle: evangelisch.de

Written by lbucklitsch

Januar 18th, 2015 at 5:41 am