Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

TAZ| Erste deutsche Holocaust-Professur: Wurde auch Zeit

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Eine Professur für Holocaust-Forschung fehlte in Deutschland bisher. Am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt wird dies nun geändert.

Das KZ in Auschwitz als Forschungsgegenstand. Bild: ap

FRANKFURT AM MAIN taz | 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird es auch in Deutschland die erste reguläre Holocaust-Professur geben, eine Stelle, die sich einzig und alleine der Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocausts annimmt. Wie das hessische Wissenschaftsministerium in der vergangenen Woche mitteilte, entsteht sie am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt. Damit schließen die Hessen eine Lücke in der deutschen Forschungslandschaft.

Einen Master in Holocaust und Genocide Studies oder einen Bachelor in Holocaust-Forschung bieten Universitäten in Schweden, den Niederlanden, Österreich und den USA schon längst an – inklusive zugehöriger Professuren.

Auch in Deutschland forschen einige Institute dazu, beispielsweise das Institut für Zeitgeschichte in München, das Simon-Dubnow-Institut für Jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig oder das Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Eine Professur gibt es bislang aber nirgendwo.

Auch nicht am Frankfurter Fritz-Bauer-Institut. „Mit seiner Ausrichtung ist es in Deutschland einmalig“, erklärt Micha Brumlik, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Als einzige Einrichtung beschäftige sich das Fritz-Bauer-Institut schwerpunktmäßig mit der Erforschung des Holocausts und dessen Wirkung auf die folgenden Generationen.

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Written by lbucklitsch

April 23rd, 2015 at 9:45 am