Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

TAZ| Recht auf den eigenen Tag

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Es ist möglich, jüdischen und palästinensischen Kindern, die unter der politischen Unvernunft ihrer Eltern zu leiden haben, eine Freude zu machen.

Ein jüdisches Kind, vor zweitausend Jahren von jüdischen Flüchtlingen geboren. Eine spanische Weihnachtskrippe. Bild: dpa

Der kleine Junge, dessen Geburtstag in wenigen Wochen gefeiert werden wird, war ein jüdisches Kind, vor zweitausend Jahren von jüdischen Flüchtlingen in einem Ort geboren, der heute einem künftigen Staat Palästina zugehören soll, in Bethlehem. Gleichwohl war dieser kleine Junge kein Palästinenser – das konnte er schon deshalb nicht sein, weil die römische Provinz, in der er geboren wurde, damals „Judäa“ hieß und erst weit über hundert Jahre später von der römischen Imperialmacht, die der immerwährenden Aufstände jüdischer Nationalisten überdrüssig war, offiziell in „Palästina“ – „Land der Philister“ umbenannt wurde.

Der kleine Junge aber wurde zu einem jüdischen Wanderprediger, der sich – für die damalige Zeit eher ungewöhnlich – intensiv für Kinder einsetzte; im Evangelium des Matthäus 19,14 ist es nachzulesen: „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.“ Dies war der Slogan einer seiner Predigten.

Wer diesen Worten des Jesus von Nazareth in diesen vorweihnachtlichen Tagen etwas abgewinnen kann, hat durchaus die Möglichkeit, Kindern, jüdischen und palästinensischen Kindern, die heute unter der politischen Unvernunft mindestens eines Teils ihrer Eltern zu leiden haben, eine Freude zu machen.

Es geht um das vom Komitee für Grundrechte und Demokratie e. V. getragene, von Hanne und Klaus Vack initiierte und von Helga Dieter verantwortete Projekt „Ferien vom Krieg“, auf dessen Homepage Folgendes zu lesen ist:

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Written by lbucklitsch

Dezember 13th, 2014 at 12:49 pm