Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

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StN| Messianisches Judentum: Ein Streitgespräch ohne Ergebnisse

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Markus Brauer, 05.06.2015 
Dass die messianischen Juden vom Kirchentagspräsidium nicht zum Markt der Möglichkeiten eingeladen worden sind, hat Pietisten verärgert. Beim Podiumsgespräch „Was heißt Messianisches Judentum?“ in der Liederhalle gibt es viele Antworten auf noch mehr Fragen – aber kein Ergebnis.
Stuttgart – „Was heißt Messianisches Judentum?“ Ein kontroverses Thema, das an diesem Freitag von 15- 18 Uhr für ein bis auf den letzten Platz gefüllten Mozartsaal in der Liederhalle sorgt. Für Richard Harvey, Theologe von der Messianischen Gemeinde Beit Nitzachon in London, ist der Glaube an Jesus, den Messias und der jüdische Glaube kein Widerspruch. Jesus sei Jude gewesen. Für Juden ist er nicht der Gesandte Gottes. Juden würden den Messias, der ihnen im Alten Testament von den Propheten verheißen wurde, noch erwarten. Für messianische Juden dagegen sei er schon in die Welt gekommen. Dies verbinde sie mit dem Glauben der Christen. Messianische Juden würden das Gemeinsame aus Judentum und Christentum verbinden, sagt der Theologe aus Großbritannien.

Das Thema ist umstritten auf dem Kirchentag. Vor allem aufgrund der Absage des Kirchentagspräsidiums an die Messianischen Juden, einen eigenen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten zu haben.

„Es gibt kein anderes Judentum als das rabbinische Judentum“, sagt dagegen der jüdische Theologen Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien der Jüdischen Gemeinde in Berlin.

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