Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

JA| BERLIN: Irrtümer der Vergangenheit

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Eine Tagung beschäftigt sich mit der Bedeutung des Alten Testaments und fragt nach historischer Schuld der Kirche im Umgang mit dem Judentum

Die Kirche muss sich nach Überzeugung von Theologen stärker mit ihren antijüdischen Traditionen und ihrer historischen Schuld im Umgang mit dem Judentum auseinandersetzen.

Dabei müsse auch die »tragende Funktion des jüdischen Glaubens für den christlichen Glauben« deutlich gemacht werden, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, am Donnerstag bei einer Tagung in Berlin. Dies sei eine dauerhafte Aufgabe.

NACHHOLBEDARF Bei der Aufklärung über die Schuldgeschichte der christlichen Theologie gebe es »ungeheuren Nachholbedarf«, betonte der evangelische Theologieprofessor und frühere Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Christoph Markschies. Dies müsse angehenden Theologen besser vermittelt werden. Historische Kenntnisse könnten dazu beitragen, »die Irrtümer der Vergangenheit« nicht zu wiederholen. Thema der Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin war die Bedeutung des Alten Testaments, des jüdischen Tanach, in den christlichen Kirchen.

Der evangelische Theologieprofessor Notger Slenczka, dessen Thesen vor einigen Monaten Kritik bei Professorenkollegen ausgelöst hatten, hatte zuvor seine Teilnahme an der Tagung zurückgezogen. Slenczka begründete diesen Schritt mit nachträglichen Änderungen in der Ausrichtung und im Programm.

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Written by lbucklitsch

Dezember 11th, 2015 at 3:49 am