Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

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Deutschlandfunk| Der Tag mit Micha Brumlik – G20-Gipfel – wie viel Protest ist erlaubt?

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Der Tag mit Micha BrumlikG20-Gipfel – wie viel Protest ist erlaubt?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Die G20-Gegner haben vor dem Verfassungsgericht einen Teilerfolg errungen: Hamburg darf das Protestcamp nicht verbieten. Außerdem in der Sendung: Italien macht die Häfen für Flüchtlinge dicht und Antisemitismus in Deutschland.

Teilerfolg für G20-Gegner: Ein großes Protestcamp gegen den G20-Gipfel in Hamburg darf starten. Das Bundesverfassungsgericht hob ein generelles Verbot auf. Uneingeschränkt muss die Hansestadt das Camp im Stadtpark allerdings nicht dulden. Hamburg kann das Camp beschränken, Auflagen verhängen oder die Veranstaltung an einen anderen Ort verlegen.

Hamburg hatte das Camp verboten, denn das Zelten in Grünanlagen sei verboten, argumentierte die Hansestadt. Auf die verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit könnten sich die Veranstalter in diesem Fall nicht berufen. Das Bundesverfassungsgericht urteilte nun, Teile des Camps seien wie eine normale Demonstration zu bewerten. Zelte, die alleine der Übernachtung dienten, müsse die Stadt jedoch nicht dulden. Nach der Entscheidung der Karlsruher Richter muss sich nun das Hamburgische Oberverwaltungsgericht erneut mit dem Verbot befassen. Wie weit reicht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts noch? Darüber sprechen wir mit unserem Gast Micha Brumlik.

 

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TAZ| Gemeinsamer Alltag

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Multikulti geht doch: Eva Lezzis Jugendbuch „Die Jagd nach dem Kidduschbecher“ erzählt die Geschichte einer jüdisch-palästinensischen Verständigung.

In großen Städten wie Hamburg, München, Frankfurt oder Berlin stellen Kinder aus Migrantenfamilien inzwischen die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler. So entsteht – noch viel zu wenig beachtet – eine Welt, die sogar die heute von Linksliberalen so hochgeschätzte Angela Merkel nicht wahrnehmen wollte, als sie verkündete, dass der Multikulturalismus gescheitert sei.

Entgegen solchen als Prognosen verkleideten Wünschen, die heute von FunktionärInnen rechtspopulistischer Parteien und ihren intellektuellen Vordenkern, den „Identitären“, bedient werden, teilen Kinder, Mädchen und Jungen aus diversen Herkunftsregionen, ganz unterschiedlichen Kulturen sowie oftmals feindselig einander entgegenstehenden Religionen einen gemeinsamen Alltag, nicht nur der Schule, sondern auch der „Freizeit“.

Als besonders heikel gilt dabei die Präsenz von Kindern muslimischen Glaubens – zumal, wenn ihre Eltern aus arabischen Ländern kommen, die mit dem Staat Israel, der sich als jüdischer Staat versteht, im Kriegszustand stehen. Entsprechend äußern Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland immer wieder die Befürchtung, dass die Immigration muslimischer Familien den Antisemitismus steigern werde.

Dass das so nicht sein muss und sich im Alltag von Jungen und Mädchen auch ganz anders ausdrücken kann, zeigt ein soeben erschienener Kinder- und Jugendroman, der sich an Leserinnen ab zwölf Jahre wendet. Eva Lezzis Roman „Die Jagd nach dem Kidduschbecher“ erzählt in klarer, flüssiger Prosa eine Geschichte, von der auch Erwachsene profitieren können.

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Written by lbucklitsch

Dezember 6th, 2016 at 6:03 pm