Micha Brumlik, Publizist und Autor

Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie, Politik

Archive for the ‘Terror’ tag

BILD|VERBÄNDE UND POLITIKER ENTSETZT ÜBER VERANSTALTUNG MIT RASMEA ODEH! Warum darf diese Terroristin in Berlin auftreten?

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von: UTA STILLER

Berlin – Rasmea Odeh war 1969 bei einem Attentat auf einen Jerusalemer Supermarkt beteiligt und einst zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun spricht sie bei einem Vortrag in Kreuzberg.

Am Waterloo-Ufer in Kreuzberg soll Freitag die verurteilte palästinensische Terroristin Rasmea Odeh (71 oder 72) in den Räumen des Dersim-Kulturvereins einen Vortrag halten. Sie ist Gast der Veranstaltung „Palästinensische Frauen im Befreiungskampf“.

Darauf hat das Berliner Jüdische Forum hingewiesen. Sprecherin Lala Süsskind: „Es ist unerträglich, dass hier in Berlin eine palästinensische Terroristin für ihren mörderischen Kampf gegen Israel und die Juden als Freiheitskämpferin verklärt und gefeiert werden soll. Es muss doch eine Möglichkeit geben, dieser schamlosen Glorifizierung einer antisemitischen Mörderin Einhalt zu gebieten.“

Odeh wurde 1970 in Israel wegen der Beteiligung an einem Bombenattentat auf einen Jerusalemer Supermarkt 1969, bei dem die Studenten Leon Kanner und Eddie Joffe starben, zu lebenslanger Haft verurteilt. 1980 wurde sie gemeinsam mit 77 weiteren Häftlingen im Austausch gegen einen israelischen Soldaten freigepresst, sie lebt in Jordanien.

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März 14th, 2019 at 2:53 pm

Deutschlandfunk| Der Terror aus den Hügeln, von Micha Brumlik

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Eigentlich passt der Begriff des Fundamentalismus so gar nicht zum Judentum. Schließlich geht es in der jüdischen Religion ganz wesentlich darum, die Bibel zu interpretieren, zu hinterfragen und Textstellen unterschiedlich auszulegen

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Oktober 16th, 2017 at 12:54 pm

TAZ| Diskussion in Berlin zu Pariser Anschlägen: Distanzeritis vom Dschihad

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Blasphemische Karikaturen? Ganz normale Muslime? Interessante Thesen gab es bei einem Panel um die Pariser Anschläge, nur keinen Schlagabtausch.

Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, hier bei einem Treffen der Gemeinde der muslimischen Frauen des Liberal-Islamischen Bundes.  Bild: dpa

Es waren zwar durchweg streitbare Geister, die da am Montagabend in den Podiumssesseln der Heinrich-Böll-Stiftung hockten. Einen Monat nach den islamistischen Terroranschlägen auf Charlie Hebdound die Juden von Paris lud die Stiftung zusammen mit der Feuilletonplattform Perlentaucher zu einer Diskussionsrunde, bei der es um nicht weniger als die Zukunft der offenen Gesellschaft gehen sollte, um die Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit durch religiösen Fundamentalismus und das Wertefundament des Liberalismus in Europa. Vielleicht aber waren die Fragen zu groß, um in anderthalb Stunden zu einem fetzigen Schlagabtausch zwischen den Diskutanten zu führen.

Aus Paris war der Philosoph und Essayist Pascal Bruckner geladen. Bruckner, ein leidenschaftlicher Verteidiger des laizistischen Modells Frankreichs, hat sich in den letzten Jahren immer wieder durch dezidiert islamkritische Positionen hervorgetan, die beimPerlentaucher nachgelesen werden können.

Hier in Berlin oblag es ihm vor allem, ein Stimmungsbild über die Debatte in Frankreich nach den Anschlägen zu liefern. Als vorläufig positiv hob er hervor, dass in seinem Heimatland nun endlich auch die liberalen Stimmen unter den Muslimen sich zu Wort meldeten und umgekehrt in der Öffentlichkeit damit auch Gehör fänden.

Als religionskritischer Bruder im Geiste war auf dem Podium auch der Kulturjournalist und Gründer des Perlentaucher, Thierry Chervel, vertreten. Ihm lag stark daran, nicht wieder die Islamdebatten der letzten Jahre aufzukochen.

Dazu sei an Argumenten alles ausgetauscht und auch die Pariser Anschläge könnten dem nichts Neues mehr hinzufügen. Wir müssten uns jetzt vielmehr die Frage stellen, wie es in Zeiten anschwellender religiöser Überempfindlichkeit um liberale Werte wie Presse- und Meinungsfreiheit eigentlich bestellt ist. In den Medien sei längst eine Tendenz zur Selbstzensur zu beobachten, wie zuletzt in der New York Times, die die Abbildung der Charlie Hebdo-Karikaturen ablehnte, weil sie ihrer Zeitung nicht „würdig“ seien.

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Februar 10th, 2015 at 5:47 pm

FR| Warnung vor “französischen Verhältnissen”

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Nach einer antiisraelischen Demonstration im Pariser Vorort Sarcelles kommt es zu Ausschreitungen. Foto: AFP

Der Judaist Micha Brumlik spricht im Interview über den Nahost-Konflikt und sinkende Hemmschwellen bei Antisemiten. Gleichzeitig warnt er vor französischen Verhältnissen.

Herr Brumlik, gestern hat der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz erklärt, trotz der jüngsten Exzesse bei Demonstrationen könne er in Deutschland keinen wachsenden Antisemitismus erkennen. Sehen Sie das auch so?
Das sehe ich nicht ganz so. Richtig ist, dass sich die Summe antisemitischer Haltungen insgesamt nicht erhöht hat. Genau so richtig ist aber, dass der Krieg in Gaza Hemmschwellen hat sinken lassen, so dass nun aus Haltungen Handlungen geworden sind. Dass sich das so brutal öffentlich Bahn bricht, ist nun doch neu und ein qualitativer Sprung.

Wo sehen Sie die Ursache dafür?
Der Gaza-Krieg mit seinen im Fernsehen oft gezeigten zivilen Opfern unter den Palästinensern liefert denjenigen, die ohnehin antisemitisch gesonnen sind, jetzt einen Anlass, ihre antisemitischen Haltungen in Form von Israelfeindschaft auch offen zu zeigen.

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Juli 24th, 2014 at 7:51 am